Sonntags-Talk mit Peter Jakubec: „Musste nicht lange überlegen! – Eine Herzensangelegenheit“

Der 46-jährige Peter Jakubec, der heute Sonntag sein Traineramt beim FC Dornbirn antritt, sieht bei seiner neuen Mannschaft noch viel Luft nach oben.

P1110283Peter, du warst nach der Freistellung von Peter Sallmayer der unumstrittene Wunschkandidat der Dornbirner. Wie kam es, trotz laufendem Vertag bei den Altacher Amateuren, doch zu dieser überraschend schnellen Einigung?

„Ich muss zugeben, dass ich mich schon nach der Ablöse von Sallmayer – von Seiten des FC Dornbirn gab es noch keine Anfrage – gedanklich damit auseinander gesetzt habe. Als es dann soweit war, wurden bei mir sozusagen offene Türen eingerannt. Ich musste nicht lange überlegen! Altach war dann sehr fair und hat mir nichts in den Weg gelegt. Es war eine Trennung wie man es sich nur wünschen kann.“

 

Du wechselt vom momentan bestplatzierten Vorarlberger Westligisten, den Amateuren des SCR Altach, zu einem Verein der im Tabellenkeller – zum Zeitpunkt der Anfrage war Dornbirn sogar Schlusslicht der Regionalliga West – liegt. Wo liegt der besondere Reiz das Traineramt beim FCD zu übernehmen?

„Als ehemaliger Spieler des FC Dornbirn war es für mich eine Herzensangelegenheit. Wie bereits gesagt, musste ich nicht lange überlegen. Ich freue mich schon sehr auf die Rückkehr auf die Birkenwiese und weiß, dass die Mannschaft in der Tabelle nicht dorthin gehört, wo sie momentan steht.“

 

Zahlreiche Spielern wie Semih Yasar, Gültekin Sönmez sowie Marc Kühne, Stephan Kirchmann und Christoph Domig kennst du bereits aus deiner Trainerzeit beim FC Hard beziehungsweise bei Altach. Ist das ein Vorteil für dich?

„Es ist auf jeden Fall ein Vorteil, wenn mich die Spieler kennen.  Meine Denkweise, meine Vorstellung vom Training. Da ich aber regelmäßig Spiele beobachte sind auch die anderen im Team nicht neu für mich. Das erleichtert den Einstieg sicher sehr.“

 

Du hast den 5:2-Erfolg des FC Dornbirn im Städteduell mit SW Bregenz noch als Zuschauer auf den Rängen erlebt. Wie waren deine Eindrücke im letzten Spiel vor deiner Amtsübernahme?

„Im Derby waren die Spieler bereit lange Wege zu gehen und die Zweikämpfe anzunehmen. Die drei Punkte waren für die Zukunft sehr wichtig. Ich wusste, dass viel Potenzial brach liegt. Es gab aber auch einiges was mir nicht so gefallen hat. Wir haben daher noch viel Luft nach oben.“

 

Das klingt sehr vielversprechend! Gibt es bald schon Veränderungen und was werden deine ersten Schritte als neuer Chefcoach der Rothosen sein?

„Ich möchte Hans-Peter Pircher, mit dem ich schon in Altach und Hard zusammengearbeitet habe, ins Trainerteam holen. Das wird demnächst entschieden. Erwin Wawra bleibt weiter Tormann-Trainer. Ansonsten gilt das Motto „step by step“. Ich werde den Spielern beim Training am Sonntag meine Vorstellungen präsentieren und dann werden wir schon den Fokus auf das Nachtragsspiel am Mittwoch in Schwaz legen.

 

Das Interview führte Günther Böhler – NEUE am Sonntag – Kooperationspartner des FC Mohren Dornbirn 1913!

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