Wir feiern 100 Jahre FC Mohren Dornbirn 1913 – und eine ganze Stadt feiert mit!

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Die Rothosen lassen die Korken knallen! Am Dienstag jährt sich zum 100. Mal der Gründungstag des FC Mohren Dornbirn 1913. Hinter dem Traditionsverein liegt eine bewegte Geschichte mit vielen Höhen und Tiefen.

 

Jubelstimmung herrscht derzeit beim FC Mohren Dornbirn 1913, der am Dienstag sein 100-jähriges Bestehen feiern kann. Im Klublokal auf der Birkenwiese wird den treuen Mitgliedern und Anhängern ein tolles Programm geboten. Zudem werden weitere Aktivitäten, die in diesem Jubiläumsjahr geplant sind, präsentiert.

„Ich freue mich sehr auf unser Jubiläum. Schon seit Kindesbeinen, mein Vater nahm mich mit zu den Spielen, bin ich mit dem FC Dornbirn eng verbunden“, so FCD-Präsident Arnold Streitler, der selbst vor drei Wochen einen runden Geburtstag – er wurde 70 – feierte. „Meine eigene Spielerkarriere war jedoch recht kurz, in der Jugend II war Endstation.

 

Saftig und mager

Doch nun zurück zu den Wurzeln des Vereins. Am 12. März 1913 wurde im ehemaligen Gasthaus zur Flur (Anm.: Radetzkystraße 12) der Dornbirner Fußballclub ins Leben gerufen. Die Gründungsversammlung legte die Vereinsfarben mit Rot-Weiß-Schwarz fest, später wurden diese auf Weiß-Rot – daher auch der vertraute Name „Rothosen“ – geändert. Im Logo des Vereins ist seit Anbeginn das Dornbirner Stadtwappen, der Birnenbaum, enthalten. Dieser Birnenbaum ist symbolträchtig ganz eng mit dem 100-jährigen Bestehen des Vereins verbunden. Oftmals trug er saftige Früchte, aber es gab auch sehr magere Jahre.

 

Lange Durststrecke

In der neueren Geschichte ist zu erwähnen, dass der FCD von 1974 bis 1989 viele Jahre durchgehend in der zweithöchsten österreichischen Spielklasse mit dabei war. In dieser Zeit, ab 1979, gab es auch die IG Bregenz/Dornbirn und nach Auflösung dieser „Interessensgemeinschaft“ (1987) kam es sozusagen zur Wiedergründung der beiden Traditionsvereine. Doch schon bald verschwanden die „Rothosen“ für lange Zeit im Fußball-Unterhaus. Erst mit dem Westligaaufstieg 2004 endete die lange Durstrecke und die Messestädter setzten zu einer neuen Erfolgsgeschichte, deren Höhepunkt der Aufstieg in die Erste Liga (2009) war, an.

Die Begeisterung im Lager der Dornbirner wich jedoch sehr schnell, denn neben dem Abstiegskampf rückte immer mehr das Überleben des Vereins, den schwere finanzielle Sorgen plagten, in den Vordergrund. Da zudem auch der Verein in diesen Strudel geriet, wankte der damals 97-jährige Birnenbaum gewaltig.

 

Gehegt und gepflegt

Doch der fast schon zum Sterben verurteilte Baum wurde fortan von einer knapp 30-köpfigen Arbeitsgruppe, angeführt von Erwin Reis, Helmut Bechter und Arnold Streitler, gehegt und gepflegt. „Erwin kam auf mich zu und fragte mich ob ich bereit bin bei der Rettung des FCD mitzuarbeiten. Ich musste nur kurz überlegen und sagte zu“, gibt der ewige Rothosen-Fan preis. Und auch das übernommene Präsidenten-Amt war eine Herzensangelegenheit für den Dornbirner, der an dieser Stelle das gute Übereinkommen mit der Stadt und den Wirtschaftstreibenden hervorhebt.

Dem „Gremium“ gelang es dann die Altlasten des Vereins zu beseitigen und wenig später stellten sich auch wieder die sportlichen Erfolge ein. Der VFV-Cup wurde zweimal hintereinander gewonnen und in der Westliga gab es in der Endabrechnung einen sechsten (2010/11) und zuletzt einen dritten Platz. Ein weiteres Highlight war, trotz Ausscheiden, die tolle Leistung im ÖFB-Cup gegen Austria Wien. In der Meisterschaft hingegen läuft es heuer eher durchwachsen, das Team von Peter Sallmayer blieb bisher unter den Erwartungen. Das Potenzial der Mannschaft lässt aber auf eine gute Rückrunde hoffen.

 

FCL als Geburtshelfer 

„Wir stehen finanziell wieder auf gesunden Beinen. Das nächste Ziel ist es, ohne etwas zu überstürzen, die Verantwortung in jüngere Hände zu legen“, so Streitler, dem dabei wehmütig der FC Lustenau in den Sinn kommt. „Der 1907 gegründete Nachbarverein regte damals an in Dornbirn einen Verein zu gründen und war somit unser Geburtshelfer.“ Somit ist der FC Dornbirn 1913 der älteste Dornbirner Fußballverein und der zweitälteste im Ländle. Der Club hat momentan 17 Mannschaften und 220 aktive Nachwuchsspieler. 500 Mitglieder und Förderer garantieren für ein belebtes Vereinsleben.

 

Dem nächsten Jubiläum steht somit nichts im Wege und getreu den letzten Zeilen des emotionsgeladenen Vereinsliedes bleibt nur noch: „Und der DFC der geht nicht unter…. Er lebe hoch, er lebe hoch. Er lebe dreimal hoch!!!“

(NEUE am Sonntag – Günther Böhler)


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