Seekirchen bleibt in der Rlw – Tiroler Kasperltheater geht weiter

Seit Mittwochabend ist es amtlich: Der SV Seekirchen bleibt Westligist, Union Innsbruck steigt freiwillig ab und Tiroler-Liga-Meister Reichenau steigt nicht auf.
 
Der Tiroler Fußballverband beendete am 13. Juni, 16 Tage nach Saisonende und sechs Tage nach der Entscheidung in der Relegation, das Verwirrspiel rund um die Regionalliga West. Lange war unklar, ob der SV Seekirchen als Tabellenvorletzter absteigen muss. Wie berichtet unterschrieben sowohl der 14. der vergangenen RLW-Saison, Union Innsbruck, als auch Tirolligist Reichenau eine Verzichtserklärung, damit sie nicht in der Regionalliga antreten müssen. Diesen Ansuchen gab der Tiroler Fußballverband am 13. Juni statt. Damit gibt es heuer nur einen sportlichen Absteiger aus der RLW und das ist der SV Hall. Hätte die WSG Wattens die Relegationsspiele erfolgreich überstanden, wäre es zur absolut einmaligen Situation gekommen, dass bis auf den freiwilligen Absteiger Union Innsbruck alle Klubs die Liga gehalten hätten.
 
Somit wird in Salzburg gejubelt, in Tirol ist man speziell in den unteren Regionen der Tiroler Liga und in den Ligen darunter nicht erfreut. Aus der Tiroler Liga gibt es einen Absteiger mehr, die Klubs dieser Liga sind jedoch an dieser Situation nicht unschuldig, stimmten sie im Frühjahr doch selbst für eine Reform der Regionalliga West weil diese aus Tiroler Sicht ein zu großes wirtschaftliches Risiko darstellt. In acht Bundesländern kann man mit der Regionalliga leben, in Tirol sieht es anders aus. In den nächsten zwei Jahren soll es zur Reform kommen, Grund genug für einige Tiroler Vereine, sich schon jetzt von der Regionalliga fernzuhalten. In anderen Bundesländern werden Nichtaufsteiger mit dem Ligaausschluss bestraft, in Tirol kommen die Vereine aus den Unterligen zum Handkuss da es durch den genehmigten Aufstiegsverzicht von Reichenau auch in den Ligen unterhalb der Tiroler Liga mehr Absteiger geben wird als erwartet.Wer sich aus Salzburg und Vorarlberg zu den aktuell 14 Westligisten dazu gesellt, wird sich erst am kommenden Wochenende herausstellen. In der Salzburger Liga und der Vorarlbergliga steht jeweils eine spannende Schlussrunde auf dem Programm.(rlw.at)

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