Kein Platz für Rassismus

Der Verein JugenDornbirn gibt jungen Menschen mit fünf Sitzbänken im öffentlichen Raum eine Stimme für mehr Respekt, Wertschätzung und Gleichberechtigung Dornbirn. Junge Menschen wünschen sich ein gutes Miteinander, das durch Respekt, Wertschätzung und Gleichberechtigung geprägt ist. Das ergab eine Studie unter knapp 700 Dornbirner Jugendlichen. Der stadtnahe Verein „JugenDornbirn – meine Stimme zählt“ möchte diesen Anliegen eine Stimme geben und installiert in Anlehnung an die Demokratie-Aktion der „AWO Bayern“ fünf Sitzbänke, unter anderem mit der Aufschrift „Kein Platz für Rassismus“ im öffentlichen Raum. Beim Derby wurde die Aktion auf der Birkenwiese erstmals vorgestellt.

Die fünf im öffentlichen Raum von Dornbirn aufgestellten Bänke sind gut sichtbar mit der Aufschrift „Kein Platz für Rassismus“ versehen. Sie sind aber nicht nur zum Hinsitzen gedacht, sondern kommunizieren auch mit ihren Nutzer:innen. So verlinken auf ihnen angebrachte QR-Codes zur Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, zur Auflistung der Menschenpflichten, zur Jugendstudie, zu den „Menschenrechten in drei Minuten“ sowie dem Antirassismus-Song von Alicia Keys mit „Holy war“. Folgende Standorte für die Bänke hat die Stadt Dornbirn zur Verfügung gestellt: Auf der Birkenwiese gegenüber der Haupttribüne, im Hermann-Gmeiner-Park, auf dem Freizeitplatz Staufenblick, an einem Standort an der Ache (nähe Sägerbrücke/Krankenhaus) und am Eingang „Altes Rathaus“.

„Dornbirn steht für ein gelingendes Zusammenleben aller Kulturen und Generationen. Mehr als 50.000 Menschen aus über 118 Nationen finden Platz in unserer Stadt. Jungen Menschen sind Respekt, Wertschätzung und Chancengleichheit sehr wichtig. Es freut mich daher, dass der Verein JugenDornbirn diese Initiative ergriffen hat und deutlich macht, dass in unserer Gesellschaft kein Platz für Rassismus ist“, sagt Bürgermeisterin Dipl.-Vw. Andrea Kaufmann.

Mitmach-Fotoaktion auf Social Media

Nach Angaben des Vereins „JugenDornbirn“ ist Rassismus nach vor eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Dieses Thema anzusprechen und zum Diskurs darüber anzuregen, erfordert immer stärker kreative Konzepte. Daher wird mit den Bänken auch eine Fotoaktion zum Mitmachen initiiert. Jede:r kann auf der Bank Platz nehmen und das Foto auf Instagram oder Facebook @jugendornbirn #jugendornbirn #keinplatzfürrassismus posten beziehungsweise es per DirectMessage @jugendornbirn übersenden. Die Bänke wurden von der Holzwerkstatt der Dornbirner Jugendwerkstätten, einem sozialen Unternehmen für arbeitslose Jugendliche, unter fachkundiger Anleitung produziert.

Abschließend verweist auch Vereinsobmann Christian Weiskopf, MSc auf die gesellschaftliche Bedeutung der Aktion: „Dem Verein JugenDornbirn ist es wichtig, dass Themen, welchen den Jugendlichen ein großes Anliegen sind, im öffentlichen Raum sichtbar gemacht werden. Wir alle wollen ein gutes Zusammenleben unterschiedlicher Kulturen und Religionen. Das gilt es zu verstärken und klar zu zeigen, dass in unserer Gesellschaft es keinen Platz für Rassismus geben darf.“ Er verweist in dem Zusammenhang auf die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte, in denen es im Artikel 1 heißt: „Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Sie sind mit Vernunft und Gewissen begabt und sollen einander im Geiste der Brüderlichkeit begegnen.“ Ein großer Dank geht seitens der Verantwortlichen an die Abteilungen Stadtplanung, Jugend und Sport der Stadt Dornbirn, dem FC Dornbirn für die Präsentation beim Derby gegen Austria Lustenau und den Dornbirner Jugendwerkstätten, die fachgerecht und pünktlich die Bänke produzierten.

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