Trotz Auswärtsstärke nur Außenseiter

Westderby im Innsbrucker Tivolistadion mit logischem Favorit, Dornbirn trotz Auswärtsstärke nur Außenseiter

Geburtstagskind und FC Dornbirn Tormann Lucas Bundschuh wünscht sich beim Angstgegner Wacker Innsbruck das Ende der Negativserie

Der Tabellenfünfte FC Wacker Innsbruck mit dem Ex-Austrianer Rekordtorschützen Ronivaldo aber ohne die beiden ehemaligen FC Dornbirn-Spieler Lukas Fridrikas (Sportverbot) und Darijo Grujcic (gesundheitliche Probleme) ist gegen den Neunten FC Mohren Dornbirn klar in der Favoritenrolle. Zudem sind die Tiroler der Angstgegner für die Rothosen. In den letzten sechs Meisterschaftsspielen in der 2. Liga gab es sechs Wacker-Siege und ein imposantes Torverhältnis von 18:0 spricht eine deutliche Sprache. Der

Aufstiegsaspirant braucht im Rennen um einen möglichen Relegationsplatz dringend ein Erfolg.

Das Dornbirn aber über dem Arlberg in dieser Saison schon des Öfteren positiv überrascht hat, macht die Situation doch spannender. Als zweitstärkstes Auswärtsteam haben die Rothosen schon sechs Siege, zwei Remis und nur zwei Niederlagen zu Buche stehen. Endlich die Negativserie gegen Wacker Innsbruck zu beenden lautet das Motto der Messestädter.

Mit einem Punkt wäre die Elf von Trainer Markus Mader in der Tiroler Landeshauptstadt schon mehr als zufrieden. Der 52-jährige FCD-Coach kehrt erst am Spieltag nach Dornbirn vom UEFA Pro Lizenzkurs in Lindabrunn zurück und wird am Freitag mittag (13 Uhr) noch das Abschlusstraining der Rothosen leiten, ehe es dann um 16 Uhr mit dem Bus nach Innsbruck geht.

Die Personalsorgen sind nach dem überzeugenden 4:2-Sieg in Horn aus Dornbirner Sicht viel größer geworden. Nach Innenverteidiger Mario Jokic stehen auch Christoph Domig, Franco Joppi Lukas Allgäuer und Hamed Saleh nicht zur Verfügung. Liechtenstein Nationalspieler Andreas Malin rückt in die Startelf und übernimmt neben Eigenbau Florian Prirsch die zweite Position des Innenverteidigers. Felix Gurschler wird von der Abwehr den Sechser Part von Domig einnehmen.

Mit dem erst 17-jährigen Youngster Martin Krizic sind zwei Eigenbauspieler als „Sechser“ vorgesehen. „Tirol ist stark unter dem Druck des Siegen müssen. Wir werden mit einem Defensivkonzept versuchen zumindest ein Zähler ins Trockene zu bringen. Kämpfen, beißen und

kratzen ist 90 Minuten angesagt. Wir sind bereit für die schwere Aufgabe. Wir müssen die Räume eng machen und die vielen guten Einzelkicker nicht spielen lassen“, sagt FC Dornbirn Cotrainer Klaus Stocker, der zusammen mit Athletiktrainer Julian Kleinheinz diese Woche die Mannschaft durch das Training führte. Als Schwerpunkt stand die Regeneration auf dem Programm.

Standardgoalie Lucas Bundschuh feiert am Spieltag in Innsbruck seinen 25. Geburtstag. Der Kennelbacher ist die klare Nummer eins im Tor der Rothosen und stand alle bisherigen 21 Meisterschaftsspiele zwischen den Pfosten. „Wir müssen in Tirol einen gradlinigen und einfachen Fußball spielen dann denke ich wird auch am Tivoli etwas zu holen sein. Wenn jeder Spieler die 102 Prozent abrufen kann bin ich guter Dinge. Zu meinem Geburtstag wünsche ich mir natürlich ein Sieg, am besten ohne Gegentor. Vorrangiges Ziel ist aber der Klassenerhalt so früh wie möglich zu erreichen“, sagt Geburtstagskind Lucas Bundschuh. In den dreizehn Spielen im Herbst kassierte Bundschuh nur 14 Gegentreffer. Im Frühjahr zappelte schon 17 Mal der Ball im Netz bei nur neun Partien. Aber das hat für Bundschuh auch einen deftigen Grund: „Der Ausfall von Mario Jokic und die ständige Änderungen in der Viererkette aufgrund von Verletzungen oder Krankheit hatte natürlich Auswirkungen. Anfangs gab es noch Schwierigkeiten und Abstimmungsprobleme bei Standards vorwiegend, das haben wir jetzt in den Griff bekommen. Der Sieg an Ostern war für die nächsten drei schweren Aufgaben gegen Innsbruck, Lustenau und Lafnitz enorm wichtig.“

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