Offene Rechnung

FC Dornbirn will mit Schlusslicht Rapid Wien II, eine offene Rechnung begleichen.

Nach drei Niederlagen hofft man im Lager der Rothosen auf einen Sieg in Hütteldorf.

Nach den beiden Siegen gegen FAC Wien (1:0) und Kapfenberg (3:1) musste der FC Dornbirn zuletzt drei Niederlagen in Folge einstecken. Jetzt wollen die Rothosen im schweren Auswärtsspiel beim Tabellenschlusslicht und Aufsteiger SK Rapid Wien II endlich diese Mini-Negativserie stoppen und auf die Erfolgsstraße zurückkehren. Allerdings haben die Dornbirner gegen die zweite Garnitur des österreichischen Rekordmeister keine allzugute Erinnerung. Am 30. September letzten Jahres kassiert Dornbirn auf eigener Anlage eine bittere 1:2-Niederlage und will sich nun im Allianz-Stadion zu einer ungewohnten Beginnzeit von 12.30 Uhr dafür revanchieren.

Der Marktwert laut Transfermarkt.at liegt bei Rapid Wien II bei vier Millionen Euro und von Dornbirn nur knapp 3 Millionen Euro. Mit Innenverteidiger Mario Jokic (Oberschenkel) und Timo Friedrich (Gelbsperre) und den rekonvaleszenten Stürmer Deniz Mujic fällt ein starkes Trio aus. Daher kommt es in der Startaufstellung der Rothosen zu zwei Umstellungen. Trotz der zuletzt nicht erfolgreichen Spiele schenkt Trainer Markus Mader seiner eingespielten Truppe das nötige Vertrauen. Seit dem Auswärtsspiel in Steyr (12. Dezember/1:1) hat Liechtenstein Nationalspieler Andreas Malin kein Meisterschaftsspiel mehr für Dornbirn bestritten. In den fünf Partien im Frühjahr fehlte der eigentlich fix gesetzte Innenverteidiger aufgrund von einer hartnäckigen Adduktorenverletzung. In der Bundeshauptstadt Wien dürfte Malin nun während des Spiel sein Comeback wieder geben und könnte noch eine wichtige Rolle in der Defensive spielen. Nach so einer verletzungsbedingten Pause kommt ein Einsatz von Malin von Beginn weg noch zu früh. Ein Zuwachs an Punkten wäre für Dornbirn vor der Länderspielpause von enorm wichtiger Bedeutung. Um die Wichtigkeit des Auftritt von Dornbirn bei den Hütteldorfen weiß auch Markus Mader Bescheid: „Wir wollen wieder Punkten um den Abstand zu den hinteren Tabellenplätzen zu vergrößern. Es braucht aber eine taktische starke Vorstellung meiner Mannschaft über 90 Minuten. Und vor allem die alten Tugenden der letzten Jahre von Dornbirn mit viel Laufbereitschaft, Leidenschaft, Kämpferherz, Siegeswillen und nötigen Spielwitz sind gefragt. Rapid II ist aber ein ganz ernstzunehmender Gegner. Das wird eine harte Nuss. Sie haben viele junge talentierte Kicker in ihren Reihen“.

Das Schlusslicht hat die drei Topklubs von Liefering (1:0), Klagenfurt (3:2) und Amstetten (1:0) sensationell besiegt. Für FC Dornbirn Eigenbauspieler Florian Prirsch kommt es zum großen Wiedersehen mit seinem Exklub. Der 22-jährige Abwehrrecke trug von 2016 bis 2018, also fast zwei Jahre das Dress von Rapid Wien II. Ausgerechnet gegen seinen ehemaligen Arbeitgeber muss der Linksfüßler auf die Position als Innenverteidiger wechseln. In Dornbirn ist er inzwischen nicht mehr wegzudenken und unersetzbar. Schon im ersten Jahr in der 2. Liga war Florian Prirsch mit 2646 gespielten Minuten in den 30 Meisterschaftsspielen plus zwei erzielten Treffern der Dauerbrenner in der Mannschaft. Auch in dieser Saison stand Prirsch in siebzehn von achtzehn Partien auf dem Spielfeld.

Schreibe einen Kommentar