FC Dornbirn kann zuhause nicht mehr gewinnen

Nullnummer der Rothosen und viele vergebene Chancen gegen den Vorletzten Young Violets Austria Wien zum Heimabschluss

Vergeblich warteten die Vereinsverantwortlichen, der Trainer- und Betreuerstab plus die Kaderspieler von FC Mohren Dornbirn im letzten Heimspiel des Jahres gegen den Tabellenvorletzten Young Violets Austria Wien auf drei Punkte. Nichts wurde es für die Rothosen mit dem so erhofften ersten Heimerfolg in dieser Saison 2020/2021.

Franco Joppi und Co. waren den drei Zählern zum Greifen nahe, aber entweder machte Young Violets Austria Wien Goalie Mirko Kos mit Glanzparaden die unzähligen guten Einschussmöglichkeiten von Dornbirn zunichte, oder die Rothosen ließen die letzte Konsequenz vor dem gegnerischen Gehäuse vermissen. Die Offensive bleibt die große Achillesferse der Messestädter. In vier von sieben Auftritten zuhause im Herbstdurchgang gelang Dornbirn kein Treffer. Im fünften von zwölf Meisterschaftsspielen hielt aber auch Dornbirn Keeper Lucas Bundschuh seinen Kasten rein. „Zum wiederholten Male in diesem Jahr hat meine Mannschaft wieder zwei Zähler regelrecht verschenkt. Aus so vielen guten Topchancen keine Tore zu erzielen ist und bleibt einfach unsere Schwäche. Dieses Thema zieht sich wie ein breiter Faden durch die letzten zwölf Monate“, war FC Dornbirn Trainer Markus Mader natürlich nach dem torlosen Remis gegen Austria Wien II maßlos enttäuscht.

Mindestens neun Punkte in den letzten Dutzend Meisterschaftsspielen hat Dornbirn liegengelassen. Es wäre locker ein Top-Fünfplatz für die Rothosen nach der ersten Saisonhälfte möglich gewesen. So liegt Dornbirn auf Rang acht, ein Zähler vor der Lustenauer Austria. Trotzdem hat Dornbirn gute Chancen auf einem einstelligen Tabellenplatz zu überwintern. Das Vorjahresergebnis von zwanzig Punkten aus dreizehn Meisterschaftsspielen kann Dornbirn aber nicht mehr erreichen.

Zum Heimabschluss gab es nur einen Zähler für Dornbirn. Und wenn der fünffache Torschütze Lukas Fridrikas nicht ins Schwarze trifft, dann können die Rothosen meistens auch nicht drei Punkte einfahren. Der 22-jährige Doppelstaatsbürger von Österreich und Litauen leistete sich den Luxus gleich mehrere gute „Sitzer“ zu vergeben (27./34./58./65.). FCD-Solospitze Lukas Katnik ließ seine Chancen ungenützt (6./85.). Pech für den mitaufgerückten Innenverteidiger Andreas Malin, als sein Kopfball vom Gäste-Keeper abgewehrt wird und der Nationalspieler von Liechtenstein nicht mehr zum Nachschuss kommt (41.). Die Außenbahnspieler Egzon Shabani (schon nach zehn Minuten muskulär verletzt) und sein „Ersatz“ Tom Zimmerschied verletzten sich und fehlten den Rothosen in der Schlussphase. Der Hausherr hatte bei zwei Kontern der zweiten Garnitur der Wiener Austria einwenig Glück: Verteidiger Florian Prirsch klärt per Kopf für seinen geschlagenen Goalie Lucas Bundschuh nach einem Kopfball von Stefan Feiertag auf der Torlinie (81.). Ein Schuss von Can Keles verfehlt knapp das Dornbirner Tor (70.). In der Startelf der Dornbirner nahm Trainer Markus Mader gleich vier Veränderungen vor: Lukas Allgäuer, Andreas Malin, Florian Prirsch und Lukas Katnik erhielten den Vortritt gegenüber anderen Kaderspielern.

FUSSBALL, 2. LIGA 2020/2021, 12. Spieltag

FC Mohren Dornbirn – Young Violets Austria Wien 0:0

Stadion Birkenwiese, SR Florian Jäger (S)

Torfolge: Fehlanzeige

Gelbe Karten: 45. Apollonio, 60. Mester (beide Young Violets Austria Wien/beide Unsportlichkeit), 64. Malin (Foulspiel), 64. Joppi (beide FCD/SR-Kritik), 76. Braunöder (Young Violets Austria Wien/Foulspiel)

FC Mohren Dornbirn (4-2-3-1): Bundschuh; Allgäuer (87. Friedrich), Malin, Jokic, Prirsch; Joppi, Domig; Shabani (10. Zimmerschied (77. Mathis), Fridrikas, Aaron Kircher; Katnik

Young Violets Austria Wien (4/4/2): Kos; Apollonio, Meisl, Schoissengeyr, Prokop; Radulovic, Braunöder, El Moukhantir, Keles (90. Smrcka); Feiertag, Mester (79. Pross)

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