Wieder in Schönheit gestorben

Bittere 1:2-Heimniederlage von FC Mohren Dornbirn gegen den Tabellenführer Liefering

Unverändertes Bild bei den Geister-Heimspielen in diesem Jahr 2020 von FC Mohren Dornbirn im Stadion Birkenwiese. Immer sehr gut gespielt, aber fast immer in Schönheit gestorben. In den dreizehn Auftritten vor leeren Rängen gab es für die Rothosen ein Sieg, vier Remis und acht Niederlagen. Der bisher einzige „Dreier“ 2020 hat Dornbirn zuhause gegen Horn (5:2) eingefahren. In dieser Meisterschaft müssen Franco Joppi weiter auf den ersten Heimerfolg warten. Den Messestädtern fehlt auf eigener Anlage oft das Quäntchen Spielglück und die Kaltschnäuzigkeit. So verließen die Schützlinge von Trainer Markus Mader auch nach der bitteren 1:2-Heimniederlage gegen den Tabellenführer Liefering das Spielfeld mit hängenden Köpfen.

Dabei lag der Hausherr sogar für zwei Minuten in Führung: Nach einer Traumkombination von Lukas Fridrikas und Christoph Domig war es Legionär Egzon Shabani, der den Ball mit einem scharfen Schuss in gegnerische Tor beförderte (33.). Das Traumtor von Geburtstagskind Shabani (feierte seinen 29. Geburtstag) war aber leider zumindest für einen Punkt zuwenig.

Zwei Kopftore des Spitzenreiter aus Salzburg besiegelte schon die vierte Heim-Niederlage für Dornbirn. Kurz nach der Führung der Rothosen konnte Stürmer Junior nach einem Flankenball von Nicolas Seiwald mit einem wuchtigen Kopfball ins rechte Kreuzeck den Rückstand wettmachen (35.). Der mitaufgerückte Liefering Innenverteidiger David Affengruber aus etwas abseitsverdächtiger Position zerstörte die Hoffnungen auf etwas Zählbares für Dornbirn (73.).

Pech für den zweifachen Saisontorschützen Christoph Domig, als sein „Kracher“ in der 90. Minute nur an die linke Stange ging. Zuvor vergab der eingewechselte Maurice Mathis einen Hochkaräter zum 2:2-Ausgleich (88.). Unter dem Strich wurde die Energieleistung von Dornbirn wieder nicht belohnt. Trotz der unglücklichen Niederlage bleiben die Rothosen Neunter in der Tabelle. „Wir hatten den Spitzenreiter über die gesamte Spielzeit im Griff. Es war eine überragende Leistung meiner Mannschaft. Der Ertrag blieb leider aus. Ich kann meiner Truppe keinen Vorwurf machen, bis auf zwei Unachtsamkeiten, die bitter bestraft wurden“, sagt FC Dornbirn Trainer Markus Mader.

Und weil der gesetzte Innenverteidiger Andreas Malin sich beim Abschlusstraining eine Zehenverletzung zugezogen hatte, musste Mader zwangsweise eine Umstellung in der Startformation vornehmen. Felix Gurschler spielte an Stelle des Liechtenstein Nationalspieler, aber auch er konnte die Niederlage nicht verhindern.

2. LIGA 2020/2021, 11. Spieltag
FC Mohren Dornbirn – FC Liefering 1:2 (1:1)
Stadion Birkenwiese, SR Heiss (T)

Torfolge: 32. 1:0 Egzon Shabani, 35. 1:1 Junior (Kopfball), 73. 1:2 David Affengruber (Kopfball)

Gelbe Karten: 37. Aigner, 40. Sesko, 50. Seiwald (alle Liefering), 52. Zimmerschied (FCD/alle Foulspiel), 56. Affengruber, 93. Svoboda (beide Liefering/beide Unsportlichkeit), SE Gurschler (FCD/SR-Kritik)

FC MOHREN DORNBIRN (4-2-3-1): Bundschuh; Friedrich (85. Prirsch), Gurschler, Jokic, Aaron Kircher; Joppi, Domig; Zimmerschied (75. Mathis), Fridrikas, Shabani; Mujic (75. Katnik)

FC LIEFERING (4-4-2): Antosch; Wallison, Affengruber, Oroz, Windhager (66. Schiestl); Seiwald, Aigner, Kjaergaard (31. Reischl/ (82. Stosic), Prass; Adamu (82. Swoboda), Sesko (46. Bukta)

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