Gegen Lafnitz mit 0:3

Trotz starken Nebel kein Abbruch, FC Dornbirn verlor im Spiel voller Kuriositäten und zwei krassen Fehlentscheidungen gegen Lafnitz mit 0:3

Eines vorweg: Eigentlich hätte der Tiroler Schiedsrichter Walter Altmann spätestens das

Zweitligaspiel zwischen dem FC Mohren Dornbirn und dem Zweiten SV Lafnitz zur Halbzeit beim Stand von Null zu Null wegen zu dichten Nebel auf dem Hauptspielfeld der Dornbirner Birkenwiese abbrechen müssen. Die Begegnung war aufgrund des immer dichter werdenden Nebel irregulär. Die 90 Minuten hatten mit Fußball in der zweithöchsten Spielklasse Österreichs nicht viel zu tun.

Es war vor allem nach Seitenwechsel noch extremer mit dem starken Nebel und ein wahres „Lotteriespiel“ mit vielen Kuriositäten und Fehlentscheidungen der Männer in Schwarz.

Ein bravourös gehaltener Foulelfmeter von Dornbirn Keeper Lucas Bundschuh nach scharfem Schuss des Lafnitz Spieler Mario Kröpfl eröffnete das verrückte Spiel (6.).

Ein reguläres Kopftor des Dornbirner Innenverteidiger Mario Jokic fand vom Schiedsrichter wegen angeblichen Abseits keine Anerkennung (54.). Beim Führungstreffer des Ex-Altach Stürmers Matthias Puschl stand der Lafnitz Angreifer mehrere Meter im Abseits (57.). Umstritten auch das zweite Tor der Steirer des Wolfurters Stefan Umjenovic, der mit seinem ersten Ballkontakt aus abseitsverdächtiger Position traf (61.). Den 3:0-Endstand besorgte Daniel Gremsl mit einem wunderschönen Sololauf (72.).

Drei Lafnitz-Tore aus dem Nichts in einer Viertelstunde. Mit demselben Ergebnis endete auch in der letzen Saison dieses Aufeinandertreffen am 4. Juli 2020. Aus der Revanche für FC Dornbirn wurde nichts.

Dornbirn Mittelfeldspieler Tom Zimmerschied traf mit einem „Hammer“ nur die Querlatte (15.). Zwei sogenannte Hundertprozentige vergab FCD-Solospitze Lukas Katnik (43./51.). Weitere sehr gute Einschussmöglichkeiten der Hausherren wurden von Lukas Fridrikas (13./25.), Aaron Kircher (32.) und des eingewechselten Deniz Mujic (68.) vergeben. Das deutliche Chancenplus der Rothosen blieb ohne Zählbares.

Schon 285 Minuten läuft Dornbirn dem dritten Heimtor hinterher. Der Heimkomplex ist definitiv wieder in Kraft. Im gesamten Jahr 2020 gab es auf der Birkenwiese erst einen vollen Erfolg, vier Remis und schon sieben Niederlagen. Die Birkenwiese ist längst keine Festung mehr. Den Messestädtern fehlt einfach wie schon so oft in den letzten Spielen ein richtiger „Knipser“.

„Wir wussten, wenn meine Mannschaft in Führung geht, dann ist das der Schlüssel zu den drei Punkten. Leider haben krasse Fehlentscheidungen der beiden Assistenten unsere bittere Heimniederlage eingeleitet. Viele Topchancen meiner Mannschaft wurden leider nicht verwertet. Die Abschlussschwäche ist aber unser größtes Problem“, so ein enttäuschter FC Dornbirn Coach Markus Mader. Nach der dritten Heimpleite sind die Mader-Schützlinge auf den achten Tabellenplatz zurückgefallen. Oft gewinnt eben nicht die bessere, sondern die glücklichere und effizientere Mannschaft ein Pflichtspiel.

FUSSBALL, 2. LIGA, 9. SPIELTAG
FC Mohren Dornbirn – SV Lafnitz 0:3 (0:0)
Stadion Birkenwiese, 0 Zuschauer (Geisterspiel), SR Altmann (T)

Torfolge: 57. 0:1 Matthias Puschl, 61. 0:2 Stefan Umjenovic, 72. 0:3 Daniel Gremsl

Gelbe Karten: 13. Jovicic, 24. Grasser (beide Lafnitz), 76. Mujic (FCD/alle Foulspiel)

FC Mohren Dornbirn (4-2-3-1): Bundschuh; Friedrich (80. Mathis), Malin, Jokic, Prirsch (63. Mujic); Joppi, Domig; Zimmerschied (70. Shabani), Fridrikas, Aaron Kircher; Katnik (70. Gurschler)

SV Lafnitz (4-2-3-1): Zingl; Gschiel, Jovicic, Tomka, Grasser (56. Stefan Umjenovic); Siegl, Schriebl; Gremsl (76. Schloffer), Christoph Kröpfl (76. Prohart), Mario Kröpfl (76. Wohlmuth); Krienzer (15. Puschl)

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