In der neuen Rolle als „Zehner“

In der neuen Rolle als „Zehner“ nochmals mit Torjäger Qualitäten und viel Spielwitz glänzen

Seit zweieinhalb Jahren gehört Lukas Fridrikas (22) dem Kader von FC Mohren Dornbirn an. Die so schwierige zweite Saison in der 2. Liga für die Rothosen, könnte auch die wahrscheinlich letzte Saison für den Doppelstaatsbürger aus Litauen sprich Österreich sein. Und weil im Kader von FC Dornbirn, neben Lukas Fridrikas, nur noch Lukas Katnik und Deniz Mujic als gelernte Stürmer zur Verfügung stehen, werden die Tore von Lukas Fridrikas heuer ganz besonders wichtig sein.

Der Offensivkünstler hat mit seinen vielen Traumtoren und einigen Assists einen ganz großen Anteil am sportlichen Höhenflug des Traditionsverein aus der Messestadt. Vor allem mit dem Meistertitel in der Regionalliga West und in der abgelaufenen Saison, als Zwölfter, ist der Name Lukas Fridrikas damit stark verbunden. Ein Dutzend Treffer schoss Fridrikas für Dornbirn im Meisterjahr der Regionalliga West und auch in der 2. Liga traf der Offensivkicker dreizehnmal ins Schwarze. Und wenn er nicht immer, vor allem in seiner Hochform agierend, eine Verletzung erleiden würde, hätte Fridrikas noch viel mehr Tore für den 107-Jahre alten Klub geschossen.

In der abgelaufenen Zweitliga-Premierensaison hat Lukas Fridrikas ein Drittel aller FCD-Tore erzielt und war ganz klar bester Vollstrecker der Mannen von Trainer Markus Mader. Vor dem letzten Meisterschaftsspiel in Linz zog er sich Ende Juli im Abschlusstraining einen Syndemosebandriss im linken Knöchel zu. Nach der Diagnose hat man ein Comeback erst frühestens für Oktober vorausgesagt. Doch es ist gut möglich, daß Lukas Fridrikas zum Saisonstart beim Grazer AK (Samstag 20 Uhr) die Reise in die Steiermark mitmachen wird und zumindest auf der Ersatzbank Platz nehmen kann. „Ich habe mir das immer zum Ziel gesetzt zum Beginn wieder dabei zu sein. Der Heilungsverlauf ist schneller und besser gelaufen als zuerst angenommen. Athletiktrainer Julian Kleinheinz und Pysiotherapeut Aaron Kircher, haben dabei einen großen Anteil am Istzustand beigetragen.“

Dieselben Ziele

Die hochgesteckten Ziele von Lukas Fridrikas haben sich auch seit dem Transfer zum FC Dornbirn nie geändert. „Das große Ziel ist und bleibt so bald als möglich den nächsten Schritt Richtung Österreichische 1. Bundesliga oder ins Ausland zu einem renomierten Topklub zu wechseln. Ich habe nichts gegen Dornbirn und ich bin für diese Zeit jetzt schon sehr dankbar. Und wenn ich in der neuen Saison mehr als 13 Tore schieße, kommt ein Wechsel auch höchstwahrscheinlich zustande. Körperlich bin ich jetzt noch fitter als vor meiner Verletzung und das könnte sich schnell auf die Form auswirken. Ich will noch besser spielen als bisher. Vorrang hat aber der Klassenerhalt mit FC Mohren Dornbirn in der Saison 2020/2021. Der Verein kann den nächsten Schritt machen und die Mannschaft kann sich weiterentwickeln in dieser Leistungsstufe. Wir müssen mehr Stabilität reinbringen“, sagt Fridrikas. Vor allem will er auch endlich einmal eine ganze Meisterschaft verletzungsfrei bleiben. Bisher hat er sich immer in der Testphase oder am Ende der Saison zum Teil schlimme Verletzungen zugezogen. Mit einem blauen Auge ist er davon gekommen, denn er hat fast kein Pflichtspiel versäumt.

Neue Rolle

Vermutlich in seinem Abschiedsjahr und den letzten Auftritten im FC Dornbirn Dress, wird Lukas Fridrikas in einer neuen, alten Rolle zu bewundern sein. Nach Absprache mit Coach Markus Mader soll der Torjäger auch dem Angriffsspiel der Rothosen neue Impulse in Form von modernem Spielaufbau verhelfen. Schon in der Aufstiegssaison in der Regionalliga West und die letzten drei Spiele in der 2. Liga hat Lukas Fridrikas als „Zehner“ oder als Spielmacher geglänzt und seine Aufgaben mit Bravour erledigt. Vier Tore und drei Vorlagen in den letzten drei Partien als „Zehner“ verprechen für Dornbirn viel Positives in der neuen Saison. „Die neue Rolle liegt mir und ich fühle mich pudelwohl. Mit viel Ballbesitz will ich dem Spielaufbau nach vorne, möglichst viele Akzente setzen.“

Und was sagt Lukas Fridrikas zum neuen Kader? Der Abgang von Anes Omerovic tut verdammt weh. Er war extrem wichtig in den letzten Jahren für die Mannschaft, auch abseits des Platzes. Das neue Quartett macht mir einen guten Eindruck. Aber man wird sehen wie wichtig sie für das Team künftig sein werden. Qualität haben alle vier Neuerwerbungen. Lars Nussbaumer, Mario Jokic, Tom Zimmerschied und Lukas Katnik. Lukas Fridrikas ist im Aufgebot von FC Dornbirn auch laut “transfermarkt.at” der höchstdotierte Kicker mit 350.000 Euro Marktwert. Und das soll noch lange nicht der Höhepunkt des erst 22-jährigen Offensivspielers sein. TK

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