Das Spiel und das Dornbirner Sturmduo mit Ausschluss verloren

Dezimiertes FC Mohren Dornbirn mit acht Feldspielern kassiert gegen Amstetten eine empfindliche Niederlage

So hat sich der FC Mohren Dornbirn den Re-Start nach einer dreimonatigen Meisterschaftspause sicher nicht vorgestellt. Viel Schlimmer hätte es für die Messestädter im ersten von elf verbleibenden Meisterschaftsspielen in dieser Saison 2019/2020 nicht kommen können. Im Duell der Tabellennachbarn gegen SKU Amstetten setzte es für die Rothosen eine bittere 0:4-Niederlage.

Die Rothosen verloren nicht nur das Duell gegen das Team mit den beiden Vorarlbergern Marco Stark und Marcel Canadi aus Niederösterreich auch in dieser Höhe verdient, sondern mit Lukas Fridrikas und Deniz Mujic das FCD-Sturmduo durch vorzeitigen Ausschluss. Der 22-jährige Doppelstaatsbürger von Österreich und Litauen musste nach einem Foulspiel an Amstetten-Verteidiger Sebastian Dirnberger kurz vor dem Pausenpfiff schon mit der Roten Karte vom Platz und wird im Auswärtsspiel am Mittwoch gegen den Letzten Kapfenberg nicht dem Aufgebot von FC Dornbirn angehören. Kurz vor dem Schlusspfiff wurde auch die zweite Sturmspitze Deniz Mujic ausgeschlossen. Nach einem Foul erhielt der zweitstärkste Torschütze der Rothosen die gelb-Rote Karte und fehlt wie Fridrikas in der Steiermark.

Schon zum Zeitpunkt vom Platzverweis von FCD-Torjäger Lukas Fridrias lag der Hausherr überraschend mit zwei Toren Differenz im Rückstand. Amstetten Torgarantie David Peham war für die Mostviertler per Kopf nach einer Flanke des Ex-Austria Lustenau Kicker Marcel Canadi verantwortlich (18.). Vierzehn von bisher einunddreißig Treffer, also fast fünfzig Prozent, gehen auf das Konto des Amstetten-Goalgetter. Denn Peham besorgte in der 71. Minute den 4:0-Endstand. Ausgerechnet Marcel Canadi versetzte mit seinem ersten Treffer im Dress des Gegners den Dornbirnern den Todesstoß. Der 22-jährige linke Mittelfeldspieler staubte nach einem scharfen Schuss von Daniel Maderner aus kurzer Distanz ab (41.), Amstetten führte zur Halbzeit mit zwei Toren Differenz. Marcel Canadi war der Matchwinner. Die Partie war zu Ungunsten der Messestädter vor Seitenwechsel gelaufen. Erfreut über das Tor und den Assist seines Sohnes Marcel war auch Vater Damir Canadi, der zusammen mit seinem sportlichen Partner Eric Orie und SCR Altach Sportdirektor Christian Möckel auf der Tribüne im Stadion Birkenwiese Platz genommen hatte.

„Die ersten beiden Gegentreffer waren nicht ligatauglich. Die zwei Ausschlüsse und das Fehlen in den nächsten Spielen der beiden stärksten Angreifer tun zusätzlich verdammt weh. Das war einfach furchtbar, nur die ersten 20 Minuten waren in Ordnung. Leider konnte die Mannschaft ihre Qualität nicht präsentieren, obwohl drei harte Monate mit harten Trainingseinheiten auf dem Programm gestanden sind“, war FC Dornbirn Trainer Markus Mader so richtig enttäuscht. Glück für FC Dornbirn, dass ein scharfer Schuss von Torschütze Daniel Maderner von FCD-Goalie Maximilian Lang abgefälscht nur an den linken Pfosten ging (65.). Die wenigen guten Einschussmöglichkeiten der Hausherren vergaben Deniz Mujic (6./32.), Christoph Domig (9.) und Legionär Egzon Shabani (23.).

Nach seiner schulischen Prüfung in Deutschland und dem Trainingsrückstand saß FCD-Stürmer Maurice Alexander Mathis nur auf der Tribüne, aber der Hohenemser wird jetzt im Angriff seine Chance bekommen. Mit Franco Joppi kam ein wichtiger Leistungsträger im Mittelfeld der Rothosen sicherheitshalber wegen Oberschenkelproblemen nicht zum Einsatz und fehlte an allen Ecken und Enden. „Es war ein starker Auftritt von der Mannschaft über 90 Minuten mit einem auch in dieser Höhe verdient Erfolg. Wir wollten unbedingt die Null halten und das ist uns gelungen“, freut sich Amstetten Kapitän Marco Stark.

FC Dornbirn hat das Siegen verlernt, schon sieben Pflichtspiele in Folge wartet die Elf um Trainer Markus Mader nunmehr schon auf ein Erfolgserlebnis. Die vierte Heimpleite der Dornbirner ist gleichbedeutend mit dem Zurückfallen in der 2. Liga auf den 14. Tabellenplatz. Von einem Punktgewinn zum Re-Start gegen Amstetten war FC Dornbirn weit entfernt.

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