KEIN ABBRUCH der 2. LIGA

Die zweithöchste Spielklasse Österreichs wurde noch nicht abgebrochen. Allerdings dürfen die Zweitligisten in der kommenden Woche nicht mit dem Training beginnen, weil sich die erwartete Verordnung des Gesundheitsministeriums laut Ebenbauer nur auf die Erstligisten plus Cupfinalist Austria Lustenau bezieht. In der 2. Liga sind noch elf Runden ausständig. Etwas mehr Klarheit über den weiteren Zeitplan könnte am 24. April bestehen, wenn wieder eine Clubkonferenz steigt.

Ein Neustart der wegen der Coronavirus-Pandemie unterbrochenen österreichischen Fußball-Bundesliga oder auch der 2. Liga könnte Mitte Mai erfolgen. “Wie hoch die Wahrscheinlichkeit dafür ist, ist schwierig zu beurteilen. Aber ich halte es für möglich”, sagte Liga-Vorstand Christian Ebenbauer nach der Video-Clubkonferenz am Donnerstag auf einer Online-Pressekonferenz.

Am Tag davor ist die dementsprechende Verordnung des Gesundheitsministeriums zu erwarten. Dann dürfte laut Ebenbauer feststehen, in welcher Form die Kleingruppentrainings über die Bühne gehen sollen. Darüber hinaus stehe man in punkto medizinisches Gesamtkonzept in ständigem Austausch mit dem Sport- und Gesundheitsministerium, erklärte Ebenbauer.

Das gilt auch im Zusammenhang mit den Tests auf das Coronavirus, die regelmäßig und in großer Zahl durchzuführen wären. “Der Fußball hat natürlich nicht Vorrang gegenüber systemrelevanten Einrichtungen. Wenn Testkapazitäten fehlen, würde der Ball nicht rollen. Sicherheit geht vor, Gesundheit geht vor. Aber wenn wir die Kapazitäten und die finanziellen Rahmenbedingungen bekommen, wollen wir schnellstmöglich wieder starten”, betonte der Liga-Vorstand.

Die Tests würden die Liga beziehungsweise ihre Clubs eine siebenstellige Summe kosten. Daher hofft Ebenbauer in dieser Angelegenheit auf finanzielle Unterstützung von UEFA, Bundesregierung und Werbepartnern.

Laut Ebenbauer geht man derzeit davon aus, dass bei einem Geisterspiel “minimal 161 Personen” in einem Stadion anwesend wären. Darin inkludiert sind etwa Spieler, Betreuerstab, Schiedsrichter, Ballbuben, Mitarbeiter der TV-Produktion und eventuell Journalisten.

Die Spiele würden jeweils in den Heimstadien der Clubs über die Bühne gehen, an eine beschränkte Anzahl von Austragungsstätten oder Quarantäne für alle Spieler und Betreuer sei nicht gedacht, so Ebenbauer. Der 44-Jährige hofft, dass sich Fans bei Geisterspielen nicht vor einem Stadion versammeln würden. “Ich gehe davon aus, dass sie so vernünftig sind und die Maßnahmen weiterhin umsetzen werden, um den Spielbetrieb nicht zu gefährden.”

Gefährden könnte den Spielbetrieb auch ein positiver Coronavirus-Test eines Akteurs. Was in diesem Fall passieren würde, ließ Ebenbauer offen. Sollte der Ball zunächst wieder rollen und nach einigen Runden wieder abgebrochen werden, würde man nach den Angaben des Vorstands bei der Vergabe der Europacup-Plätze die aktuelle Tabelle nach den 22 Runden des Grunddurchgangs heranziehen.

Die bisher letzten Partien gingen am 8. März über die Bühne. Ein Abschluss bis 30. Juni wäre bei einem Neustart Mitte Mai und englischen Runden möglich. Die UEFA erlaubt nach derzeitigem Stand auch Spiele bis in den August hinein.

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