Winterkönig Ried war für FC Dornbirn eine zu große Nummer

0:5-Heimdebakel der Rothosen im letzten Spiel des Jahres gegen den neuen Spitzenreiter der 2. Liga

Die 0:4-Pleite vor fünf Tagen in Ried fiel zu hoch aus und alle vier Gegentore hätten eigentlich nicht zählen dürfen. Das Rückspiel vor 1200 Zuschauern auf der Birkenwiese war aber eine klare Angelegenheit der Oberösterreicher. Ried sichert sich dank dem 0:5-Schützenfest in Dornbirn die Winterkrone in der 2. Liga. Nach sechs ungeschlagenen Partien in Folge (2 Siege/4 Remis) in der eigenen Heimstätte beendeten die Oberösterreicher diesen Erfolgslauf der Rothosen. Die imposante Serie von Ried wurde eindrucksvoll verlängert: 20 Meisterschaftsspiele in Folge auf fremden Platz ungeschlagen (14 Siege/6 Remis). Mit einem 0:5-Heimdebakel verabschiedet sich FC Mohren Dornbirn in die lange Winterpause.

NUMMER ZU GROSS

Im zweiten direkten Duell in nur sechs Tagen war der Titelanwärter Nummer eins aus Oberösterreich für Dornbirn eine Nummer zu groß. Der auffälligste Akteur auf dem Spielfeld, der Ex-Altacher Stefan Nutz, machte den Unterschied aus. Ein bombensicher verwandelter Stafstoß und drei mustergültige Vorlagen, das war die tolle Ausbeute des bärenstarken Spielmachers von Ried. Zudem rettet das Aluminium nach Nutz Schuss die Dornbirner vor einem Gegentor (18.). Allerdings hätte Ried Schlussmann Daniel Daniliuc wegen Torraub an Dornbirn-Stürmer Lukas Fridrikas beim Stand von 0:0 ausgeschlossen werden müssen (24.). Erst nach Seitenwechsel kamen die Hausherren auch dank der Einwechslung von Deniz Mujic und der Systemumstellung auf 4/4/2 besser ins Spiel und auch zu Torchancen. Zweimal hatte Dornbirn Pech: Deniz Mujic hatte bei einem Querlattenkracher kein Glück (69.) und derselbe Spieler traf nach einem Kopfball in der Nachspielzeit nur die Torumrandung (93.). Kurz nach Wiederbeginn vergab Kapitän Aaron Kircher in aussichtsreicher Position die große Chance zum 1:1-Ausgleich (47.).

Nach einem scharfen „Hammer“ von Stefan Nutz, den Dornbirn Goalie Lucas Bundschuh nicht bändigen konnte, war Solo-Spitze Jefte Betancor zur Stelle (29.). Ried sorgte mit zwei Toren in zwei Minuten für klare Verhältnisse: Der mitaufgerückte Verteidiger Thomas Reifeltshammer per Kopfball und ein Traumtreffer von Marco Grüll entschieden die Partie für die Oberösterreicher. Der Rest war nur noch Draufgabe des frischgebackenen Winterkönig: Für den 0:5-Endstand war der eingewechselte Valentin Grubeck verantwortlich.

„Wir haben dem Favorit Ried das Toreschießen leicht gemacht. Die Niederlage geht aber auch in dieser Höhe in Ordnung. Gegen solch einen Gegner kann so eine hohe Pleite auch passieren. Unsere Offensive war zu harmlos. Neun Tore in zwei Spielen, das zeugt auch von Klassenunterschied und der war im Rückspiel deutlich erkennbar“, so FCD-Coach Markus Mader.       

FUSSBALL, 2. LIGA 2019/2020, 16. Spieltag

FC Mohren Dornbirn – SV Ried 0:5 (0:1)

Stadion Birkenwiese, 1200 Zuschauer, SR Gnam (NÖ)

Torfolge: 30. 0:1 Jefte Betancor Sanchez, 58. 0:2 Thomas Reifeltshammer (Kopfball), 60. 0:3 Marco Grüll, 84. 0:4 Stefan Nutz (Foulelfmeter), 90. 0:5 Valentin Grubeck

Gelbe Karten: 31. Aaron Kircher, 59. Anes Omerovic (beide FCD/beide Foulspiel)

FC Mohren Dornbirn (4-1-4-1): Bundschuh; Allgäuer, Malin, Kühne, Prirsch; Domig (69. Gurschler); Shabani, Anes Omerovic, Bari (46. Mujic/), Aaron Kircher (72. Huber); Fridrikas

SV Ried (4-2-3-1): Daniliuc; Kerhe, Reifeltshammer, Reiner, Vojkovic; Ziegl, Arcquah (82. Boateng); Wießmeier (76. Bajic/), Nutz, Grüll; Betancor (73. Grubeck)

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