Ried stoppt Dornbirns Serie

Florian Prirsch gegen Ried-Goalie Kreidl

Zwei unkorrekte Tore und ein Elfergeschenk: Topfavorit Ried stoppt Dornbirns Serie

Bittere 0:4-Auswärtspleite der Rothosen beim Titelanwärter in Oberösterreich

„Leider wurde die Klasseleistung meiner Mannschaft nicht belohnt. Aus einer Vielzahl an sehr guten Einschussmöglichkeiten wurde kein Kapital daraus geschlagen. Aber die Vorstellung meiner Truppe war mehr als wie in Ordnung. Die Niederlage fiel zu hoch aus“, sagt FC Mohren Dornbirn Trainer Markus Mader nach der bitteren 0:4-Auswärtspleite beim Tabellenzweiten und Topfavorit Ried. Die Wikinger aus Oberösterreich stoppt damit auch die Erfolgsserie von den zuletzt acht ungeschlagenen Meisterschaftsspielen der Rothosen. Trotz der dritten Niederlage auf fremden Platz durften die Messestädter das Hauptspielfeld in Ried erhobenen Hauptes verlassen. Rieds Erfolgsserie geht weiter: Zehn Meisterschaftsspiele sind die Schützlinge von Trainer Gerald Baumgartner ohne Niederlage (9 Siege, ein Remis).

Erst 17 Gegentore hatte Dornbirn vor dem Spiel in Ried, am drittwenigsten Treffer, hinnehmen müssen. Jetzt kassierten die Messestädter gleich vier Gegentreffer. Sehr gut gespielt und gekämpft mit vielen positiven Akzenten, aber am Ende doch mit 0:4 in Ried verloren. Dabei kassierte Dornbirn in Ried zudem noch zwei unkorrekte Tore: Beim Führungstor vom Spanier Jefte Betancor stand die Ried-Solospitze im Abeits (20.). Vor dem Elferfoul von FCD-Verteidiger Andreas Malin an Marco Grüll sprang dem Ried-Kicker der Ball an die Hand, der Strafstoß hätte nicht gegeben werden dürfen (37.). Und der Schlusspunkt in der Nachspielzeit war ein Elfergeschenk, als der Schiri den „Faller“ von Marco Grüll als Foul ahndete (93.).

Die Schmerzen im Knie (Innenband) ließen für Dornbirn Kapitän Aaron Kircher kein Spiel über 90 Minuten zu. Daher spielte Elvir Hadzic fast eine Stunde lang in der Startelf. Über weite Strecken der Partie verkehrte Welt in Ried: Dornbirn spielerisch sogar oft mit leichten Vorteilen in der Anfangsphase der Partie und kurz nach Seitenwechsel. Dabei leistete sich die Truppe von Trainer Markus Mader den Luxus unzählige Hochkaräter zu vergeben: Christoph Domig (16.), Egzon Shabani (17./46./59.), Franco Joppi (51.), Lukas Fridrikas (57./62.), Florian Prirsch (84.) und Madiu Bari (86.) vergaben sogenannte Hundertprozentige. Ein scharfer Kopfball von Anes Omerovic kann Verteidiger Kerhe von der Torlinie für seinen geschlagenen Keeper Kreidl abwehren (88.). Ein Ehrentor wollte dem stark spielenden Dornbirn einfach nicht gelingen. Revanche nehmen kann Dornbirn schon am nächsten Samstag (14.30 Uhr) gegen Ried. Dann fehlt Franco Joppi, der in Oberösterreich die fünfte gelbe Karte sah.

FUSSBALL, 2. LIGA 2019/2020, 15. Spieltag

SV Ried – FC Mohren Dornbirn 4:0 (2:0), Josko-Arena, 2850 Zuschauer, SR Ciochirca (S)

Torfolge: 20. 1:0 Jefte Betancor Sanchez, 37. 2:0 Julian Wießmeier (Foulelfmeter), 66. 3:0 Marcel Ziegl, 90./+3 4:0 Marco Grüll (Foulelfmeter)

Gelbe Karten: 10. Kühne (FCD/Foulspiel), 32. Grüll (Ried/Unsportlichkeit), 36. Elvir Hadzic (FCD/SR-Kritik), 53. Arcquah (Ried/Foulspiel), 64. Joppi (FCD/SR-Kritik), 90./+4 Bari (FCD/SR-Kritik)

SV Ried (4-2-3-1): Kreidl, Kerhe, Reifeltshammer, Reiner, Vojkovic (71. Takougnadi); Ziegl, Arcquah (68. Ammerer), Wießmeier, Nutz, Grüll, Betancor (77. Grubeck)

FC Mohren Dornbirn (4-2-3-1): Bundschuh, Allgäuer, Malin, Kühne, Prirsch, Domig (83. Bari), Anes Omerovic, Shabani (77. Huber), Joppi, Hadzic (57. Aaron Kircher), Fridrikas

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