FCD begeistert seine Anhänger

Lukas Allgäuer

Aufsteiger FC Dornbirn gleicht im Heimspiel gegen BW Linz einen 0:2-Pausenrückstand aus und bleibt auch im achten Spiel in Folge ungeschlagen.

Wir immer an uns geglaubt! Die Jungs haben eine tolle Leistung gezeigt“, ließ der Dornbirner Cheftrainer Markus Mader nach dem 2:2 gegen die Linzer freudestrahlend wissen. Der zwischenzeitliche Ärger über die zwei Gastgeschenke war längst verflogen. Bei Gegenüber Goran Djuricin hingegen war der Unmut über den Elfmeter kurz vor Schluss noch deutlich spürbar. „Das war sicher kein Foul des Torhüters. Er muss ja raus. Es war aber trotzdem ein verdienter Punkt für Dornbirn“, zeigte sich der ehemalige Rapid-Trainer professionell.

Helac vorerst unbezwingbar. Die erste Halbzeit auf der Birkenwiese fiel aus der Sicht der Hausherren ergebnistechnisch in die Kategorie „Zum Vergessen!“ Trotz zahlreicher Tormöglichkeiten lag man vor 1300 Zuschauern mit 0:2 zurück. Doch nun der Reihe nach: BW-Keeper Ammar Helac zeigte bereits in der Anfangsphase warum er im Kader des österreichischen U-21-Teams steht, und gab sowohl Egzon Shabani (4.) als auch Lukas Fridrikas (5.) das Nachsehen. Kurz darauf die Führung der Oberösterreicher. Nach einer Filip-Hereingabe war Philipp Pomer (8.) zur Stelle.

Die Mader-Truppe ließ aber die Köpfe nicht hängen und drängte auf den Ausgleich. Anes Omerovic (17.) scheiterte aus der Distanz und nach einem Kopfball von Fridrikas (19.) lieferte Helac die nächste Glanztat ab. Auch als Shabani (28.) allein auf den Linzer Schlussmann zusteuerte, blieb dieser Sieger. Auf der Gegenseite machten es die Djuricin-Schützlinge in der 33. Minute erneut mit einer einfachen Übung vor. Ein schneller Konter – die Rothosen waren bei einem Freistoß zu weit vorgerückt – wurde von Fabian Schubert erfolgreich abgeschlossen. Und da einem Shabani-Treffer (38.) wegen Abseits die Anerkennung verwehrt wurde, ging es mit dem Zwei-Tore-Rückstand für den FCD in die Pause.

Erfolgreiche Umstellung. Auch zu Beginn des zweiten Durchlaufs, Mader stellte auf 3-4-3 um, geizten die Gastgeber nicht mit Chancen. Dieses Mal musste Helac allerdings nicht eingreifen, denn Omerovic – sein Distanzfreistoß (56.) strich knapp an der rechten Kreuzecke vorbei – und Shabani (62.) hatten ihr Visier schlecht eingestellt. In der 71. Minute war es aber so weit. Die Gäste bekamen den Ball nicht aus dem Gefahrenbereich und Deniz Mujic setzte den Ball aus 16 Metern zum 1:2 in die Maschen.

Und Domig und Co. setzten die Bemühungen, dass ihr Lauf nicht zu Ende geht, unermüdlich fort. Der verdiente Lohn stellte sich in Minute 87 ein, als Fridrikas einen Foulelfmeter unhaltbar zum 2:2 verwandelte. Zuvor war Alexander Huber, gerade Mal 40 Sekunden im Spiel, bei einer Faustabwehr von Helac niedergestoßen worden. In Minute 96 fast noch die totale Wende, doch der Kopfball von Fridrikas ging über das gegnerische Gehäuse. Der dritte Heimsieg blieb dem Aufsteiger also verwehrt, aber mit dem achten Spiel in Folge ohne Niederlage – zudem ist Dornbirn zu Hause seit genau drei Monaten unbesiegt – setzte man das nächste Ausrufezeichen in der Zweiten Liga.

v.l.n.r.

4-2-3-1

Dornbirn: Bundschuh; Prirsch, Kühne, Malin, Allgäuer; Domig, Omerovic; Hadzic, Fridrikas, Shabani; Mujic

3-4-3 (Schubert bisschen weiter vorne)

Linz: Helac; Kreuzriegler, Janeczek, Mitrovic; Iyobosa, Gemicibasi, Tursch, Grasegger; Pomer, Schubert, Filip

Spieler des Tages: Lukas Allgäuer – Der 25-Jährige rückte immer wieder mit nach vorne und sorgte für zahlreiche Akzente von der rechten Seite.

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