+++ Unser Trainer zur aktuellen Situation +++

Unser Trainer Peter Jakubec lässt die letzten Spieltage Revue passieren und nimmt zur aktuellen Lage Stellung. Schwerwiegende Ausfälle von wichtigen Stammspielern, junge unerfahrene Talente und die schwierige Situation bei den Trainings – im Moment kommt sehr vieles zusammen…

Foto: Philipp Steurer

Unser Chef auf der Rothosen-Trainerbank: Peter Jakubec!

„Das 1-1 gegen Wörgl hat uns sehr geschmerzt. Auf der einen Seite von der Entstehung betrachtet und auch hinsichtlich der anstehenden 2 schweren Auswärtsspielen in Salzburg. Trotzdem hat die Mannschaft eine tolle Leistung gegen Wörgl abgerufen. Gegen den aktuellen Tabellenführer fuhren wir mit 2 Ersatzspielern (2 Juniorsspieler) zum Spiel und konnten dabei folgende Spieler nicht einsetzen: Domig, Gurschler, Hasberger, Haselwanter, Hirschbühl, Honeck, Joppi, Kircher, Kühne und Malin! Der Altersschnitt entsprach mit knapp über 19 Jahren dem einer Amateurtruppe. Der 15jährige Kilian Madlener musste, wie schon der 15jährige Güney Akcicek gegen Wörgl, über die volle Distanz durch beißen und hat seine Sache gut gemacht.

Gegen die Austria aus Salzburg fehlten immer noch Domig, Hasberger, Honeck, Joppi, Kircher und Kühne. Sogar Robin Jenny spielte 90 Minuten.

Ich möchte an dieser Stelle wirklich nicht nach Entschuldigungen suchen, sondern nur unsere Lage schildern. Aber es ist einfach nicht zu leugnen, dass wir diese Ausfälle nicht ersetzen können. So müssen im Moment sehr junge, sehr unerfahrene Spieler Woche für Woche, Spieltag für Spieltag, über 90 Minuten Leistung zeigen. Das führt zu einem Leistungsdruck, mit welchem sie noch nie konfrontiert wurden und für den sie noch viel zu wenig stabil sind. Ich habe immer davor gewarnt, von unseren jungen Spielern zu viel zu verlangen und zu viel zu erwarten. Bin aber immer wieder bei denjenigen auf taube Ohren gestoßen. Und jetzt in Grödig heißt die Viererkette plötzlich Ramoser, Hartmann, Wehinger und Spirig! Altersschnitt 18 Jahre, und bis auf Spirig, war das ein Teil der Viererkette der letztjährigen Juniors-Truppe. Die Jungs haben das trotz des 0-4 gut gemacht und im Rahmen der Möglichkeiten gut gelöst.

So viel getraue ich mir schon zu sagen, dass ich jungen Spielern immer Chancen eröffnen möchte und mittlerweile über genügend Erfahrung im Umgang mit dem Einbau von jungen Spielern in der Regionalliga habe. Ich weiß was bei dem einen oder anderen jungen Spieler machbar ist und was nicht.

Dann wird natürlich nach den erfahrenen Spielern nachgefragt. Nur das ein Philipp Hörmann 2 Monate fehlte und nun in einer Woche 3 Spiele spielen musste, was wiederum eine Gratwanderung zu einer neuerlichen Verletzung war. Oder ein Fabian Flatz, der aufgrund der personellen Situation eine völlig falsche Position spielen muss und sich immer wieder mal mit Knieproblemen herumplagen muss. Wer sich im Moment nur halbwegs mit unserer Mannschaft beschäftigt, kann und darf nicht auf diese Jungs schimpfen, die doch alles raus holen, die sich nie hängen lassen, denen solche Spiele wie bei der Austria Salzburg mal zugestanden werden muss.

Niemand weiß auch, dass wir seit Wochen nur mit 10 bis 11 Feldspielern trainieren. Planmäßiges Training sieht dann anders aus, es wird fast nur mehr geguckt, dass die Belastung nicht zu hoch wird.

Ich habe dieses Spiel bei Austria Salzburg erwartet, weil die Jungs davor immer alles abgerufen haben was sie hatten. Auch wenn die Ergebnisse zumeist nicht passten. Aber der leistungsmäßige Einbruch musste einfach kommen. Und ich hoffe, dass es ab jetzt langsam wieder aufwärts geht und wir noch genügend Punkte im Herbst machen. Aber im Moment ist es auch so, kommen zwei zurück (eventuell Honeck, sicher Kühne), fehlen dir wieder zwei (Malin und Spirig bei der U21 Nationalmannschaft Liechtensteins). Der Dornbirner Fan wird vielleicht von all dem nicht viel hören wollen, weil er in den letzten 3 Jahren mit 3 VFV-Cup-Titeln, mit dem Seehallencup-Titel, dem VFV-Supercup, den immer besser werdenden Platzierungen und vor allem mit einer tollen Vorsaison verwöhnt wurde. Aber wie bereits erwähnt, wir können die Fakten nicht leugnen.“

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