Rothosen wollen Geschichte schreiben!

Das Dornbirner Stadtderby zwischen Favorit FC und dem Herausforderer aus Haselstauden verspricht Offensivpower pur von beiden Klubs und eine große Zuschauerkulisse.

Der dritte Cup-Sieg en suite soll her!

Der dritte Cup-Sieg en suite soll her!

Beide Finalisten konnten ihre diesjährigen Pokalspiele mit einer starken Offensive für sich entscheiden. Die Haselstauder haben ein Torverhältnis von 22:8 und die Rothosen 19:5 zu Buche stehen. Das verspricht ein Leckerbissen im Finale zu werden. 19 verschiedene Klubs konnten sich bislang in die Siegerliste des VFV-Toto-Cups eintragen. Mit dem Dornbirner SV könnte im Hohenemser Herrenriedstadion der 20. Verein die Pokaltrophäe in Empfang nehmen. Allerdings müssten die Haselstauder zuerst den FC Dornbirn bezwingen. Die Rothosen gehen als logischer Favorit in die Jubiläumsauflage 40 Jahre heimischer Pokalbewerb. Die Messestädter wollen natürlich etwas Historisches erreichen. Seit dem 4. September 2013, das sind 14 (!) Spiele ist FC Dornbirn im Cup unbesiegt. Noch kein Vorarlberger Verein konnte den Pokal dreimal in Folge gewinnen. Für die Messestädter wäre der Pokaltriumph schon der fünfte in den letzten sechs Jahren. “Wenn meine Mannschaft die vorhandene Qualität abrufen kann, dann ist uns der Sieg nicht zu nehmen. Doch auch die Haselstauder haben Stärken in der Offensive und spielen einen guten modernen Fußball. Wir müssen aufpassen und 90 Minuten konzentriert ans Werke gehen”, sagt Dornbirn-Coach Peter Jakubec. Für den 49-Jährigen wäre es der vierte Erfolg im Pokal in Folge (dreimal mit Dornbirn und einmal mit Altach Amateure). In der Meisterschaft hat Dornbirn ihr Saisonziel mit Platz vier erreicht, der Vizetitel wurde nur durch die Verletzungssorgen zum Finish vergeben. Der Favorit aus der Messestadt hat noch ein kleines Fragezeichen in der Aufstellung: Mittelfeldspieler Franco Joppi plagt eine Bänderüberdehnung im Knie und ein Einsatz entscheidet sich deshalb erst kurz vor Spielbeginn. Mit Yusuf Özüyer, Lukas Allgäuer, Julian Mair und Manuel Honeck kommt ein Quartett zurück ins Team, welches zuletzt verletzungsbedingt fehlte.

Der Dornbirner SV ist heiß auf den ersten Pokalsieg. Das Bruderduell gegen den großen FC ist ein zusätzlicher Ansporn für die Schützlinge von Trainer Luggi Reiner. Nach der 0:4-Niederlage vor drei Jahren (Altach Amateure) steht der DSV erst zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte im Endspiel. In der nächsten Saison kommt es zu keinem Dornbirner Stadtderby, die Konstanz fehlte den Haselstaudern für einem möglichen Meistertitel in der Vorarlbergliga. “Wir können FC Dornbirn fordern, obwohl sie die besseren Einzelspieler besitzen. Trotzdem wollen und können wir ihnen Schmerzen bereiten und separate Kräfte werden noch freigesetzt. Nichts ist unmöglich”, so ein optimistischer DSV-Trainer Luggi Reiner. Der Übungsleiter spricht noch eine taktische Überraschungsvariante an, mit welcher seine Mannschaft den Favoriten besonders Kopfzerbrechen bereiten wird. Für DSV-Torjäger Julian Schelling und Yusuf Yildirim ist es eine ganz besondere Partie. Beide Offensivspieler sind beim Stammklub auf der Birkenwiese groß geworden und brennen auf ihren Einsatz. “Wir werden alles geben um die Sensation klar machen zu können. Ein unglaubliches Gefühl gegen den Stammklub im Finale zu spielen”, freut sich Julian Schelling. Auch DSV-Regisseur Dejan Stanojevic spielte schon beim Favorit FC Dornbirn und wird wohl mehr als hundert Prozent geben. (ländlekicker.vol.at)

 

Erfolgstrainer Peter Jakubec vor dem Cup-Derby…
„Über die Favoritenrolle muss nicht diskutiert werden, obwohl ein Finalspiel natürlich immer eine offene Sache ist und viel von der Tagesverfassung und dem Nervenkostüm abhängt. Ich sehe aber sehr viele Vorteile auf unserer Seite. Die Erfahrung der Spieler mit den Einflüssen eines Finalspiels ist unter anderem von großem Wert. Natürlich haben wir Respekt vor dem Gegner, der sich den Finaleinzug verdient hat und eine super Saison spielt. Es ist auch spannend ein Dornbirner Stadtderby im VFV-Cup Finale zu spielen, aber das war es dann auch schon wieder. All das ist sekundär, das Ziel ist klar!“

 

40. VFV-Cupfinale • Mittwoch, 8. Juni 2016
FC Mohren Dornbirn – Dornbirner SV
Stadion Herrenried, 19 Uhr, SR Schörgenhofer

 

2011: FC Mohren Dornbirn – SC Fußach 7:1 (4:1)

2012: FC Mohren Dornbirn – FC Wolfurt 3:0 (2:0)

2013: Altach Amateure – Dornbirner SV 4:0 (2:0)

2014: FC Mohren Dornbirn – VfB Hohenems 4:3 (1:1)

2015: FC Mohren Dornbirn FC Höchst 4:3 i.E/2:2 (1:2)

2016: FC Mohren Dornbirn – Dornbirner SV

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