Schmerzliche Niederlage unserer Juniors!

Am Samstag 09/04/2016 fand für die FC Dornbirn Juniors das erste Auswärtsspiel der Rückrunde statt, Gegner war der FC Riefensberg.

April 11 046Das erste Aufeinandertreffen im Herbst konnten die Juniors mit 2-1 für sich entscheiden und zusammen mit der Tatsache, dass man die ersten zwei Spiele klar für sich entscheiden konnte, reiste die Mannschaft mit einem guten Gefühl in den durchaus koulten Would. Wie auch bei den vorigen Spielen, suchten die Juniors sofort ab Anpfiff die Offensive. Dies ging mittels gepflegtem Angriffsfussball, die Jungs liessen den Ball wunderbar rotieren und waren immer ein Tick schneller als der Gegner, der sich hauptsächlich aufs Verteidigen konzentrieren konnte. Ab und zu konnte die Mannschaft von Riefensberg sich ein wenig befreien und nach vorne spielen. Dies resultierte in eine gefährliche Chance, die aber ungenutzt blieb.

Es dominierte aber der FC Dornbirn und die Zuschauer auf beiden Seiten waren sicher, dass ein Tor der Juniors nur eine Frage der Zeit sein könnte. Die Angriffe kamen im Minutentakt. Eine wirklich erwähnenswerte Chance kam vom Rechtsmittelfeldspieler Jonas Ramoser, der nach einem pfeilschnellen Rush über die Achse im vollen Lauf abdrückte und den Ball ins linke Kreuzeck zu befördern schien. Die mitgereisten Fans des FCD standen schon auf um zu jubeln. Jedoch der herausragende Goalie des Gegners, Patrick Fink, konnte den Ball gerade noch mit den Fingerspitzen an die Latte lenken. Dieser rang während des Spieles mit weiteren Glanzparaden auch den mitgereisten FCD Fans viel Respekt ab.

In dieser Tonart ging es während der ganzen ersten Spielhälfte weiter. Die Juniors bestimmten das Geschehen und der Gegner lief den Tatsachen hinterher. Die Verteidigung bestehend aus Kapitän Jonas Greber, Uros Stojic, David Pleij und Mathias Wehinger stand wie immer bombig und liessen kaum Chancen zu. Dazu stand mit Goalie Matthias Haselwanter ein sicherer Rückhalt im Tor. Mathias Wehinger sorgte neben seinen Aufgaben in der Verteidigung wie in den vorigen Spielen für wichtige Impulse über die linke Flanke und zeigte in einigen Szenen sein grosses technisches Können, beeindruckend waren vor allem seine Ballannahmen.

Auf dem Mittelfeld brachten Nicolas Mzik, Jonas Ramoser, Felix Kreuz und Jeremy Thurnher den Gegner zur Verzweiflung. Immer wieder versuchten sie die Stürmer Philipp Stoss und Can Gür in Stellung zu bringen. Letztgenannte gewannen viele Zweikämpfe und arbeitete sich einige Chancen heraus. Dennoch, mit einem Zwischenstand von 0-0 ging man in die Kabine.

Mit dem gleichen Elan setzten die Juniors ihren Angriffsfussball in der zweiten Hälfte fort. Unaufhörlich wurden Möglichkeiten kreiert, bei denen entweder gerade der entscheidende Pass nicht gelang oder vom gegnerischen Goalie neutralisiert wurden.

Coach Jürgen Rossi wusste, dass etwas geschehen musste und wechselte in der 60en Minute Kadir Kalebasi für Felix Kreuz ein, in der 75en Minute Chukwunonye Okolo für Jonas Greber und in der 80en Minute Marc Nussbaumer für Jeremy Thurnher. Nach und nach machte sich ein wenig Frustration und Verzweiflung bei den Juniors breit. Trotz haushoher Überlegenheit und einer Vielzahl an hochkarätigen Möglichkeiten vermochte es die Mannschaft nicht diese in Toren zu verwandeln.

Es war einfach zum Mäuse melken

Neben Frustration und Verzweiflung schlich auch ein wenig die Nervosität ums Eck, denn die Jungs realisierten sich, dass ein Gegentreffer in dieser Phase des Spieles höchstwahrscheinlich fatal wäre. Diese Befürchtung wurde in der 83en Minute bittere Wahrheit. Nach einem Eckball landete der Ball vor die Füsse eines Riefensbergers, der Tormann Haselwanter ohne Chance liess und das 1-0 erzielte. Die Juniors kämpften trotzdem weiter und steckten nicht zurück. War die Partie in der ersten Hälfte noch von fairem Fussball geprägt, so versuchten die Riefensberger immer öfters mit unlauteren Mitteln die Angriffe der Dornbirner zu neutralisieren. Vor allem Kapitän Jonas Greber musste das auf schmerzlicher Weise erfahren.

Was man auch versuchte, auch nach einer Reihe an Chancen und Freistössen gelang es den tapferen Teenagern nicht sich zumindest noch ein Unentschieden zu erkämpfen. In der 95en Minute beendete Schiri Dichtl, der ein überlegenes Match pfiff, schlussendlich das Spiel. Die Enttäuschung bei den Juniors war riesengross. Man war während des ganzen Spieles so dominant und so überlegen gewesen, aber dennoch muss man als Verlierer vom Platz. Eine weitere Enttäuschung war die Verletzung von Uros Stojic. Wir wünschen ihm, zusammen mit dem ebenfalls Verletzten Oguzhan Altundal alles Gute und eine baldige Genesung.

An diesem Tag war das Glück den Juniors nicht hold. Darüber hinaus fehlte bei den vorderen Leuten doch ein wenig die letzte Konsequenz zum erlösenden und hochverdienten 1-0. Es war wie der unlängst verstorbene Godfather des modernen Fussballs, Johan Cruijff, es einst treffend formulierte; (frei aus dem Niederländischen übersetzt) „du musst schiessen sonst kannst du kein Tor erzielen“. Klinkt an und für sich logisch, aber im Kontext von diesem Spiel durchaus angebracht.

Nun muss der Blick nach vorne gerichtet werden. Die Mannschaft sollte diese bittere Erfahrung als Lernmoment betrachten und ihren Vorteil daraus holen. Die Möglichkeit dazu haben sie am kommenden Sonntag den 17/04/2016, dann findet um 16.00 Uhr das nächste Heimspiel unserer Juniors statt.

(Bericht: Gerhard Pleij | Foto: Carmen Thrunher)

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