Die Rothosen-Torfabrik läuft auf Hochtouren

Der FC Mohren Dornbirn fertigt vor 1500 Fans SW Bregenz mit 7:2 ab. Andrea Lo Re und Manuel Honeck liefern im Derby jeweils einen Hattrick ab.

Dreifachtorschütze Manuel "Honcke" Honeck!

Dreifachtorschütze Manuel “Honcke” Honeck!

Die Birkenwiese, die Dornbirner haben alle fünf Heimspiele gewonnen, ist in dieser Westliga-Saison nicht nur eine Festung, sondern eine Torfabrik. Mit dem 7:2 im Städte-Duell gegen Bregenz wurde der Torschnitt vor eigenem Publikum auf 5,4 (!) erhöht und zudem erzielten die Messestädter die Treffer Nummer 24 bis 30. Damit stellt man die beste Offensive der Liga. Die Bregenzer hingegen haben bisher die meisten Gegentreffer erhalten, wobei dabei weder der Torhüter noch die Abwehr besonders zu kritisieren ist. Vielmehr war in Dornbirn das Mittelfeld der Schwarz-Weißen nicht existent.

So kam es, wie es kommen muss. Andrea Lo Re eröffnete in der zwölften Minute den Torreigen und kurz darauf erhöhte Manuel Honeck (14.) auf 2:0. Die Rothosen hatten alles im Griff, doch dann schlich sich kurzzeitig der Schlendrian ein. Doch die SW-Stürmer Julian Rupp (21.) und Vinicius Gomes (24.) scheiterten in aussichtsreicher Position.

Offensivfeuerwerk

Neuzugang Andrea Lo Re erzielte benfalls einen Hattrick und hält nun schon bei sieben Saisontoren!

Neuzugang Andrea Lo Re erzielte ebenfalls einen Hattrick und hält nun schon bei sieben Saisontoren!

Damit war das Strohfeuer der Gäste erloschen, die Hausherren jedoch zündeten ein Offensivfeuerwerk ab. In Minute 28 ließ Honeck nach einem Riedeberger-Patzer dem Bregenzer Keeper Mähr keine Chance und nach etwas mehr als einer halben Stunde verwertete Lo Re einen Traumpass von Philipp Hörmann zum 4:0. Und auch der fünfte Treffer kurz vor der Pause wurde herrlich vorbereitet. Franco Joppi servierte nach einem Angriff über links ideal auf Yusuf Özüyer, der aus spitzem Winkel in die lange Ecke traf.

Wie erwartet ging es in Anbetracht des überraschend deutlichen 5:0-Vorsprungs in der zweiten Halbzeit zunächst verhalten weiter. Doch als der Bregenzer Abwehrrecke Rifat Sen (58.) vorzeitig unter die Dusche musste, stieg die Hoffnung der Dornbirner Fans weitere Treffer zu sehen. Vorerst passierte aber genau das Gegenteil.

Aaron Kircher bereitete vier Tore vor und war meist nur durch ein Foul zu stoppen!

Aaron Kircher bereitete vier Tore vor und war meist nur durch ein Foul zu stoppen!

Die Kogler-Truppe traf durch Rupp (68.) und Gomes ließ zehn Minuten vor Spielende das 2:5 folgen. In der Schlussphase waren die Jakubec-Schützlinge allerdings wieder hellwach und legten einen höheren Gang ein.

Lo Re (82.) und auch Honeck (89.) nutzten die Gunst der Stunde. Sie machten jeweils ihren Hattrick perfekt und somit halten beide Akteure bei sieben Saisontoren. Der Schweizer machte nach Joppi-Zuspiel das halbe Dutzend voll. Honeck war nach einem Heidegger-Kopfball zur Stelle und fixierte den 7:2-Endstand.

Nichts zu beschönigen

Die Besten im Westen: Unsere White Devils!

Die Besten im Westen: Unsere White Devils!

„Damit habe ich überhaupt nicht gerechnet. In den ersten 45 Minuten wurde uns das Toreschießen leicht gemacht“, stellte FCD-Coach Peter Jakubec fest. „Nach der Pause ist es uns nicht gelungen fokusiert zu bleiben. Ein 7:2 gegen Bregenz ist etwas ganz Besonders.“ Gegenüber Hans Kogler betonte, dass es bei solch einem Ergebnis sicher nichts zu beschönigen gibt. „Diese Niederlage nehme ich voll auf meine Kappe. Mir ist es nicht gelungen die Jungs auf dieses Derby richtig einzustellen“, nahm der Steirer seine Spieler in Schutz. Im SW-Lager gilt somit: So schnell wie möglich abhaken, denn in der nächsten Runde kommen die starken Wacker-Fohlen.

 

FC Mohren Dornbirn – SW Bregenz 7:2 (5:0)
Stadion Birkenwiese, 1500 Zuschauer, SR Gangl

Torfolge: 1:0 Lo Re (12.), 2:0 Honeck (14.), 3:0 Honeck (28.), 4:0 Lo Re (34.), 5:0 Özüyer (43.), 5:1 Rupp (68.), 5:2 Gomes (80.), 6:2 Lo Re (82.), 7:2 Honeck (89.)

FC Mohren Dornbirn:
Seiwald; Prirsch (72./Wehinger), Kühne, Heidegger, Allgäuer (76./Mair); Özüyer, Joppi, Kircher, Hörmann (65./Jenny), Honeck; Lo Re

(Bericht: Günther Böhler – NEUE am Sonntag | Fotos: Philipp Steurer)

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