Super Auftakterfolg gegen verdammt starke Tiroler-Fohlen!

Die Rothosen feiern gegen die Wacker-Fohlen aus Innsbruck einen verdienten 3:2-Heimsieg. Der Schweizer Neuzugang Andrea Lo Re steuert zwei Treffer bei.

Neuzugang Yusuf zeigte eine bärenstarke Leistung!

Neuzugang Yusuf bot eine bärenstarke Leistung! (Foto: Dietmar Stiplovsek)

Der FC Dornbirn gestaltete seinen Meisterschaftsauftakt in der Regionalliga West erfolgreich. Die technisch versierte und laufstarke Amateur-Truppe von Wacker Innsbruck, die mit vier Profis in der Startformation antrat, wurde mit 3:2 in die Schranken gewiesen.

Auf der Birkenwiese bekamen die 800 Zuschauer eine 15-minütige Abtastphase zu sehen. In dieser konnten die Tiroler leichte Vorteile verbuchen und kamen im Anschluss daran auch gleich zu einem Hochkaräter. Michael Augustin (16.) marschierte alleine auf Dornbirn-Keeper Dominik Seiwald, bugsierte den Ball aber glücklicherweise nur ins Außennetz. Zwei Minuten später die erste Möglichkeit der Hausherren, doch Andrea Lo Re scheiterte an Wacker-Goalie Lukas Wedl. Dann fasste sich Philipp Hörmann (26.) aus knapp 30 Metern ein Herz. Wedl war aber erneut am Posten. In der Folge ging es flott hin und her, beide Mannschaften zeigten sich im ersten Meisterschaftsspiel der Saison 2015/16 gut aufgelegt. Nach genau einer halben Stunde hatten die Rothosen ihre beste Phase im ersten Durchlauf.

Prirsch besorgt 1:0

Aaron Kircher servierte eine weite Flanke ideal auf Lo Re (31.), der Neuzugang setzte das Spielgerät jedoch rechts daneben. In der 34. Minute war es aber soweit: U17-Nationalspieler Florian Prirsch übernimmt eine Hörmann-Ecke direkt und besorgt aus kurzer Distanz die 1:0-Führung. Und nur zwei Minuten später legte Lo Re nach. Der Schweizer spielte den herauslaufenden Wedl clever aus und beförderte den Ball aus der Entfernung Ecke-Strafraumgrenze zielsicher in das verwaiste Gehäuse. Durch einen Sonntagsschuss am Samstag gelang den Tirolern allerdings noch vor dem Wechsel der Anschlusstreffer. Seiwald war beim Distanzschuss von Florian Riegler (40.), der genau in die rechte obere Ecke passte, komplett machtlos.

In der zweiten Halbzeit konnten die Wacker-Fohlen erneut die erste Chance verbuchen, doch Rami Tekir (53.) zielte um Zentimeter vorbei. Praktisch im Gegenzug machten es die Jakubec-Schützlinge vor. Yusuf Özüyer tankte sich auf der linken Seite sehenswert durch und bediente mittels Querpass Lo Re, der seinen Doppelpack perfekt machte und auf 3:1 erhöhte.

Der erneute Zwei-Tore-Vorsprung hielt aber nur sechs Minuten. Die Messestädter bekamen den Ball nicht aus dem Gefahrenbereich und Tekir  verwertete den Rebound, nachdem ein Dornbirner zuvor auf der Linie rettete, per Kopf zum 2:3. Zu diesem Zeitpunkt war genau eine Stunde gespielt und nun witterten die Gäste ihre Chance. Die Messestädter hatten einige Male ihre liebe Mühe mit dem schnellen Spiel der Innsbrucker. Und hätte Seiwald nach einem Rieder-Schuss vom Elferpunkt nicht eine Glanztat abgeliefert, wäre nach 65 Minuten ein 3:3 auf der Anzeigetafel gestanden.

Hätte, wäre – die Dornbirner spielten den Sieg nach überstandener Wacker-Drangperiode trocken nach Hause und freuten sich über den errungenen Dreier.

 

Trainer Peter Jakubec nach dem Spiel…
„Das junge Tiroler Amateurteam hat uns heute mehr abverlangt wie wir uns gewünscht hätten. Extrem laufstark und quierlig, immer den direkten Weg zum Tor suchend hatten wir sehr viel Mühe Zugriff auf den Gegner zu bekommen. Ich bin sehr glücklich über den Dreier, aber wir müssen künftig mehr Laufbereitschaft in unser Spiel investieren. Die Neuverpflichtungen haben heute schon gezeigt, warum sie in Dornbirn sind.“

FC Mohren Dornbirn – Wacker Innsbruck II 3:2 (2:1)
Stadion Birkenwiese, 800 Zuschauer, SR Marcinko

Torfolge: 1:0 Prirsch (34.), 2:0 Lo Re (36.), 2:1 Rieder (40.), 3:1 Lo Re (55.), 3:2 Tekir (60.)

Gelbe Karten FCD: Seiwald (66./Kritik), Kircher (77./Foul)

FC Mohren Dornbirn:
Seiwald; Prirsch, Kühne, Heidegger, Mair; Özüyer, Kircher, Joppi, Hörmann (78./Jenny), Allgäuer (64./Honeck); Lo Re (89./Wehinger)

 

(Günther Böhler – NEUE am Sonntag)

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