Magere Derby-Kost auf der Birkenwiese

Dem FC Dornbirn genügt gegen Aufsteiger FC Bizau eine Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit um am Ende einen klaren 3:0-Sieg einzufahren.

Heidy brachte uns auf die Siegerstrasse!

Heidy brachte uns auf die Siegerstrasse!

Es gibt Spiele, bei denen hüllt man über bestimmte Phasen am besten den Mantel des Schweigens. Im Derby zwischen dem FC Dornbirn und dem FC Bizau betraf dies leider die komplette erste Halbzeit. Die 1800 Zuschauer auf der Birkenwiese hätten wohl bei einem Besuch der Minigolf-Anlage in Dornbirn – die Akteure mit der kleinen Kugel mögen mir diesen Vergleich verzeihen – weitaus spannendere Momente erlebt.

Vor allem die Hausherren enttäuschten auf der ganzen Linie und so war es nicht verwunderlich, dass FCD-Chefcoach Peter Jakubec in der Pause einen Doppeltausch vornahm. Kevin Dold und David Smoljanovic nahmen die Plätze von Aaron Kircher und Fabian Hasberger ein. Und nur zwei Minuten nach Wiederanpfiff eröffnete sich Elvis Alibabic eine Riesenchance. Der Ball landete jedoch im Außennetz. Die Messestädter gaben nun den Ton an und nach 58 Minuten scheiterte Manuel Honeck an Bizau-Keeper Marc Gasser. Die Gäste aus dem Bregenzerwald hingegen behielten ihre Taktik bei und warteten auf eine Kontermöglichkeit.

Rothosen-Doppelschlag

Allerdings ohne Erfolg, auf der Gegenseite jedoch zappelte das Spielgerät in Minute 61 erstmals im Netz. Dominik Heidegger war nach einer Hörmann-Ecke mit einem wuchtigen Kopfball zur Stelle. Und nur vier Minuten später zeigte sich Hörmann nach einer Vorlage von Elvis Alibabic für das 2:0 der Rothosen verantwortlich. In Folge vergab Alibabic (75.) nochmals eine große Torchance und acht Minuten vor dem Schlusspfiff sorgte Stephan Kirchmann nach einem Domig-Freistoß per Kopf für den 3:0-Endstand.

Schmackige Statements

Trotz diesen drei Treffern war dies eine sehr magere Derby-Kost. Dafür waren die Wortmeldungen der Trainer umso schmackiger. „Die ersten 45 Minuten waren – so was habe ich noch nie gesehen – schrecklich. Dann haben wir etwas besser gespielt, aber ich will in Zukunft deutlich mehr sehen“, stellte Jakubec klar fest. Und auch Gegenüber Philipp Schwarz gab seinem Frust freien Lauf: „Was soll ich zu solch einem Spiel sagen. Genieße ein Bier und eine Wurst, dann warst du wenigstens nicht umsonst da.“

(Bericht: Günther Böhler / NEUE am Sonntag)

 

Trainer Peter Jakubec nach dem Spiel…
„Die erste Halbzeit war wirklich nicht FC Dornbirn-like. Es war sogar sehr schlecht. Von beiden Seiten. Spielte Bizau in der 2. Halbzeit ihren „Stiefel“ weiter, konnten wir wenigsten marginal zulegen und trotzdem noch recht deutlich mit 3:0 gewinnen. Meine Spieler wissen, dass das heute ein ganz, aber ganz schlechtes Auftreten war. Darum gehe ich davon aus, dass wir daraus lernen konnten.“

 

FC Mohren Dornbirn – FC Bizau 3:0 (0:0)
Stadion Birkenwiese, 1800 Zuschauer, SR Brunner

Torfolge: 1:0 Heidegger (61./Kopfball), 2:0 Hörmann (65.), 3:0 Kirchmann (81./Kopfball)

Gelbe Karte FCD: Hirschbühl (55./Foul)

FC Mohren Dornbirn:
Seiwald; Hirschbühl (72./Kühne), Kirchmann, Heidegger, Kaya; Honeck, Domig, Kircher (46./Dold), Hasberger (46./Smoljanovic), Hörmann; E. Alibabic

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