Rothosen nach Elferkrimi im Cup-Finale

Der FC Dornbirn besiegt den FC Lauterach nach einem 2:2 in der regulären Spielzeit mit 6:5 n.E. Karatay verwandelt den entscheidenden Penalty.

Marc

Marc bot eine starke Partie.. (Foto: Steurer)

Auf der Birkenwiese war im Cup-Duell zwischen Dornbirn und Lauterach vor der Pause von einem Klassenunterschied recht wenig zu bemerken. Der in der Meisterschaft arg gebeutelte Westligist zwar etwas mehr vom Spiel, zu nennenswerten Tormöglichkeiten reichte es allerdings nicht. Und daher war es auch nicht verwunderlich, dass die Lauteracher immer frecher wurden und durch Gasovic (26.) den ersten gefährlichen Torschuss in dieser Halbfinalpartie abgaben. Er scheiterte jedoch an Maximilian Lang, der für den gesperrten Reuf Durakovic im FCD-Kasten stand. Nach genau einer halben Stunde verbuchten auch die Hausherren eine Halbchance. Pascal Breitenberger zielte zwei Meter neben das gegnerische Gehäuse. Dann wieder der Vorarlbergliga-Vertreter, der stark ersatzgeschwächt antrat. Gasovic (33.) verlor zunächst erneut ein Duell mit Lang, doch in Minute 35 zappelte der Ball in den Maschen. Nach einem sehenswerten Doppelpass zwischen Gasovic und Griesebner stellte Erstgenannter auf 1:0 für den Underdog. Manuel Honeck und Stephan Kirchmann vergaben im Doppel den möglichen Ausgleich.

Trainer Jakubec reagiert

Dornbirn-Chefcoach Peter Jakubec reagierte mit einem Zweifachtausch, der auch Wirkung zeigte. Der eingewechselte Emre Altindal (53.) fand zunächst in Tschofen seinen Meister, aber nur eine Minute später besorgte Kirchmann – dieses Mal verfehlte sein Kopfball nicht das Ziel – das 1:1. Kurz darauf fast die Führung der Hausherren. Der alleingelassene Dursun Karatay (55.) scheiterte jedoch an Tschofen. Es ging in derselben Tonart weiter, doch Kirchmann (69.) und Semih Yasar (72.) hatten ihr Visier schlecht eingestellt. Die Gäste hingegen machten es vor. Hämmerle servierte einen 40-Meter-Freistoß knapp vors Tor und der kurz zuvor eingewechselte Pazal (80.) stellte per Hinterkopf auf 2:1. Die Rothosen warfen alles nach vorne und Yasar (94.) rettete die Seinen ins Elfmeterschießen, das der FCD nach je sechs Versuchen – Dornbirn traf einmal und Lauterach sogar zweimal Aluminium – knapp mit 4:3 für sich entschied. (Günther Böhler – NEUE)

 

Trainer Peter Jakubec zum Spiel: „Es war die erwartet schwere Partie gegen eine tapfer kämpfende, aber sehr defensive Lauteracher Mannschaft. Der FC Lauterach hätte sich den Einzug ins Finale genauso verdient gehabt für ihre disziplinierte Leistung. Aber auch meine Mannschaft ist für ihren Willen in der 2. Halbzeit belohnt worden. Man bedenke, dass der Gegner in der 2. Halbzeit nur 2 Kopfbälle auf unser Tor brachte wovon einer durch ein Mißverständnis im Tor landete. Das wir das Spiel noch in der 94. Minute ins Elferschießen brachten war eine Willensleistung der Truppe, die das drohende Aus nicht akzeptieren wollte. Deshalb ist der Finaleinzug ebenso verdient. Ein besonderes Erlebnis war das Elfmeterschießen für unseren Youngster Max Lang, der  sich als Elfmeterkiller entpuppte.“

 

FC Mohren Dornbirn 1913 – FC Lauterach 4:3 i.E. / 2:2 (0:1)
Stadion Birkenwiese, 500 Zuschauer, SR Lepir

Torfolge: 0:1 Gasovic (35.), 1:1 Kirchmann (54./Kopfball), 1:2 Pazal (80./Kopfball), 2:2 Yasar (94.)

Elferfolge: 0:0 Griesebner/Lang hält, 1:0 Yasar, 1:0 Tsohataridis/Stangenschuss, 1:0 Honeck/Tschofen hält, 1:1 König, 2:1 Heidegger, 2:2 Hämmerle, 3:2 Altindal, 3:3 Pazal, 3:3 Stephan Kirchmann/Querlattenkracher, 3:3 Krenkel/Querlattenkracher, 4:3 Karatay

FC Mohren Dornbirn 1913: Lang; Petkovic, Patrick Pircher (84. Uyanik), Heidegger, Kühne; Dold (46. Yasar), Stephan Kirchmann; Breitenberger (46. Altindal), Domig, Karatay; Honeck

FC Lauterach: Tschofen; König, Tsohataridis, Wiesflecker, Gridling; Hämmerle, Coskun (70. Pazal); Griesebner, Krenkel; Karelas (90. Lauchart), Gasovic (84. Heimpel)

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