Nach Kabinenpredigt aufgedreht

Die Dornbirner Rothosen siegen nach einem bärenstarken zweiten Durchlauf gegen den DSV mit 5:1 und stehen somit im Cup-Finale. Lukas Fridrikas mit guter Vorstellung bei Comeback.

Traumtor von Anes Omerovic zum zwischenzeitlichen 2:1! (Foto: Hartinger)

Rekord-Cupsieger FC Mohren Dornbirn drehte, wie schon zuletzt beim 7:1 in Röthis, auch im Halbfinale gegen den Dornbirner SV in den zweiten 45 Minuten groß auf und holte sich durch einen 5:1-Heimerfolg das Finalticket. Somit kämpft die Mader-Truppe am 5. Juni im Herrenried mit Westliga-Kollege VfB Hohenems um den Pott im 43. VFV-Cup.

Das Messestadt-Derby stieß trotz windig, kaltem Wetter auf sehr großes Interesse. Mit dabei unter den 1000 Zuschauern waren auch Altach-Chefcoach Alex Pastoor und Eric Orie, der vor seinem gemeinsamen Wechsel mit Damir Canadi zu Atromitos Athen 2017 selbst auf der Trainerbank der Rothosen saß. Und die beiden Holländer bekamen nach einer 20-minütigen Abtastphase zwischen den Halbfinal-Kontrahenten den Führungstreffer des Underdogs zu sehen.

Underdog geht in Front

Julian Erhart (22.) nahm aus knapp zwölf Metern Maß und zirkelte das Spielgerät zum 1:0 in die linke obere Ecke. Fast postwendend der erste Torschuss der Hausherren. DSV-Keeper Kevin Fend hatte aber mit dem Versuch von Anes Omerovic keine Mühe. Kurz darauf wieder die Gäste mit einem Hochkaräter. Der Schuss von David Kirchmann (31.) landete aber spektakulär zunächst an der rechten und dann an der linken Stange, ehe FCD-Goalie Maximilian Lang den Ball sichern konnte.

Nichts zu halten gab es allerdings in der 37. Minute auf der Gegenseite. Ideal bedient von Christoph Domig setzte Youngster Martin Brunold den Ball aus spitzem Winkel wuchtig in die Maschen. Und da kurz vor der Pause nach einer Birgfellner-Flanke ein Kopfball von Kirchmann sein Ziel verfehlte, ging es mit diesem für den Westligisten schmeichelhaften 1:1 in die Kabine.

Bärenstarke Bank des FCD

In der zweiten Halbzeit belebte Dornbirn-Trainer Markus Mader mit der Einwechslung von Deniz Mujic seine Offensive. Der Erfolg stellte sich bereits in Minute 51 ein. Omerovic sorgte mit einem Distanzschuss aus 25 Metern für das 2:1 des Favoriten. Wenig später gleich drei Möglichkeiten den Vorsprung auszubauen. Doch sowohl Ygor Carvalho Vieira (56./60.) als auch Christoph Domig (61.) hatten ihr Visier schlecht eingestellt. Von den Haselstaudern, bei denen sich im ersten Durchgang mit Sercan Altuntas ein weiterer Stammspieler auf der Verletztenliste eintrug, gab es hingegen nach vorne nicht mehr viel zu sehen.

Ganz anders die Mader-Equipe, die nach der Hereinnahme von Lukas Fridrikas – nach langer Verletzungspause sein erstes Spiel im Frühjahr – für noch mehr Schwung sorgte. Und nachdem zuvor Brunold (70./Solo) und Mujic (73.) scheiterten, war es der „Comebacker“, der mit dem dritten Treffer für die Vorentscheidung sorgte. Er verwandelte einen Foulelfmeter, den er selbst herausgeholt hatte. Die Tore zum 5:1-Endstand von Vieira (82.) und Mujic (85.), der sehenswert mit der mit der Hacke traf, waren somit nur noch Draufgabe auf der Birkenwiese.

Richtige Worte gefunden

„Vor der Pause haben meine Jungs fast alles vermissen lassen. Wie es ausschaut habe ich aber die richtigen Worte gefunden. Nun freuen wir uns auf das Finale in Hohenems“, ließ Mader, der zugab eine saftige Kabinenpredigt an seine Kicker gerichtet zu haben, wissen. (Bericht: Günther Böhler – NEUE)

 

43. Uniqa VFV-Cup – Halbfinale

FC Mohren Dornbirn – Dornbirner SV 5:1 (1:1)
Stadion Birkenwiese, 1000 Zuschauer, SR Schörgenhofer

Torfolge: 22. 0:1 Julian Erhart, 37. 1:1 Martin Brunold, 51. 2:1 Anes Omerovic, 77. 3:1 Lukas Fridrikas (Foulelfmeter), 83. 4:1 Ygor Carvalho Vieira, 85. 5:1 Deniz Mujic

FC Mohren Dornbirn:
Maximilian Lang; Gurschler, Malin, Kühne, Prirsch; Domig, Anes Omerovic (82. Rusch); Huber (60. Fridrikas), Edin Ibrisimovic (46. Mujic); Carvalho, Brunold

Dornbirner SV:
Fend; Kirchmair (68. Franz), Kovacec, Tsohataridis, Kalkan; Bodemann, Birgfellner, Altuntas (19. Handanagic), Kutzer, Genc (83. Karaca); Erhart

 

43. Uniqa VFV-Cup – Finale

FC Mohren Dornbirn – VfB Hohenems 5. Juni
Hohenems, Stadion Herrenried, 19 Uhr

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