Keine 1b-Liga – Deutliches „Ja“ zum Istzustand

456 zu 190 Stimmen – Klares „Ja“ zum Istzustand. Auch der zweite Antrag der drei Vereine – künftig nur eine Stimme zu haben – geht mit 328 zu 327 Stimmen durch.

(Foto: Christina Rossi)

Weihnachtsfrieden im Vorarlberger Amateurfußball! „Ich bin froh, dass es so ein klares Votum zum Istzustand und des jetzigen Systems gegeben hat. Wir gehen davon aus, dass die alte Regelung weiterhin gilt, aber ich kann es nicht garantieren. Es braucht aber eine Absegnung einer zwei Drittel-Mehrheit des ÖFB-Präsidiums. Wir werden die knapp 70 Vereine landesweit noch spätestens im Jänner darüber informieren“, sagt VFV-Präsident Horst Lumper nach der klaren Wahlabstimmung für den eingebrachten Antrag von RA Rainer Welte mit Unterschriften von 23 Klubs.

Damit ist die alte Wahl vom Anfang April mit 55 Prozent für eine 1b-Liga-Reform ab sofort wieder aufgehoben. 456 Stimmen sind für die Beibehaltung der jetzigen Auf- und Abstiegsbestimmungen mit Vorarlbergliga, Landesliga und den fünf Landesklassen. Es bleibt also alles beim Alten. „Das wäre ein klarer Rückschritt im Vorarlberger Amateurfußball gewesen. Wir sind es auch österreichweit und auf europaebene allen schuldig. Die Talente müssen gefördert werden. Wir dürfen nicht in die fußballerische Steinzeit zurückfallen. Wir müssen die Chance nützen“, sagt RA Rainer Welte. Für Lumper funktioniert der Amateurfußball auf Landesebene eh gut. Die Vorarlberger Fußballfamilie war geschlossen im vollbesetzten Löwensaal in Hohenems über die sportliche Zukunft zu entscheiden.

Allerdings gab es auch scharfe Kritik seitens von RW Langen Präsident Alfons Kirchmann, VFV Struma Obmann Hans Bertsch und VFV Vorstandsmitglied Peter Nussbaumer in Richtung Art und Vorgangsweise, die zu dieser außerordentlichen Jahreshauptversammlung geführt haben. „Beleidigungen gegenüber den vielen ehrenamtlichen Verbandsfunktionären waren nicht die schöne Art und eine bodenlose Frechheit, was da alles vorgefallen ist“, war das Statement von Kirchmann, Bertsch und Nussbaumer. Alfons Kirchmann sprach dann noch harte Worte gegenüber den Vorarlbergligaklubs aus: „Die Wohlfühloase Vorarlbergliga ist der größere Tod als die 1b-Ligen wegen dem Nichtaufstieg von vielen Vereinen.“

Auch im zweiten Wahlvorgang wurde der Antrag von RW Langen, FC Au, und FC Klostertal stattgegeben. Aber eine einzige Stimme entschied: 328 zu 327 Stimmen für nur mehr künftig eine Stimme bei Wahlen. „Die kleinen Vereine sind dem VFV gleich viel wert wie die Großen“, so Lumper. Allerdings könnte diese Abstimmung wieder ein Nachspiel haben: RA Rainer Welte: „Diese Abstimmung ist satzungs- und gesetzeswidrig.“

Übrigens: Nach dem Abschied von Langzeit-Sekretär des Fußballverbandes Klaus Aberer, war Simon Mentin etwas mehr als ein Jahr in seine Fussstapfen getreten. Nun hat der VFV an Stelle von Simon Mentin (der gekündigt hat) Fabio Feldkircher, Sohn von Ex-SW Bregenz Manager Markus Feldkircher beim VFV im Sekretariat zusammen mit Nina Rasdeuschek die Aufgaben übernommen. (ländlekicker.vol.at)

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