Der FC Mohren Dornbirn gewinnt verdient den VFV-Cup und schreibt Geschichte

Die Jakubec-Schützlinge verteidigen mit einem 3:1-Sieg gegen den Dornbirner SV ihren Titel und holen sich somit als erste Mannschaft zum dritten Mal in Folge den Pott. Zwei schnelle Treffer kurz nach der Pause sorgen für die Vorentscheidung.

VFV-Cup Sieger 2016 - Die Krönung einer perfekten Saison! (Fotos: Luggi Knobel)

VFV-Cup Sieger 2016 – Die Krönung einer perfekten Saison! (Fotos: Luggi Knobel)

Rot-Weiß bleibt die Modefarbe im Vorarlberger Pokalbewerb. Der seit dem September 2013 im VFV-Cup ungeschlagene FC Dornbirn sicherte sich mit dem 15. Sieg in Serie –Stadtrivale Dornbirner SV wurde im Finale mit 3:1 bezwungen – zum dritten Mal in Folge den begehrten Pott. Dem nicht genug: Die Kicker von der Birkenwiese sind mit nunmehr neun Cup-Siegen die alleinige Nummer eins im Ländle (Anm: FC Lustenau 8 Pokalerfolge) und Erfolgscoach Peter Jakubec konnte sogar zum vierten Mal hintereinander – 2013 mit den Altacher Amateuren – jubeln. Zudem machte es Verteidiger Marc Kühne seinem Trainer nach.

Ein frecher Underdog

Im Hohenemser Herrenried, wie immer Schauplatz des Cup-Endspiels, bekamen die 1500 Fans von Beginn an eine flotte Partie zu sehen. Der Underdog aus der Vorarlbergliga trat sehr offensiv auf und kam nach nur vier Minuten bereits zur ersten Möglichkeit. Julian Erhart setzte den Ball rechts neben das FCD-Gehäuse und kurz darauf wurde ein Birgfellner-Schuss (6.) zur Ecke abgefälscht. Damit war das Pulver der Reiner-Truppe vorerst einmal verschossen und nach knapp einer Viertelstunde sorgte der Titelverteidiger erstmals für Gefahr. Yusuf Özüyer (17.) traf auch, stand aber im Abseits. Auf der Gegenseite verpasste wenig später Goalgetter Julian Schelling (19.) nur knapp. In Minute 33 stand dann der Unparteiische im Mittelpunkt des Geschehens. Einem Treffer von Aaron Kircher, der zuvor gleich drei DSV-Akteure aussteigen ließ, wurde wegen Abseitsstellung die Gültigkeit verwehrt. Auf diese strittige Entscheidung folgte die beste Phase der Rothosen in der ersten Halbzeit. Die Torumrandung verhinderte aber in der 35. Minute gleich zweimal – Özüyer traf die Stange und Julian Mair die Querlatte – die Führung der Jakubec-Elf. Und da auf der anderen Seite auch Julian Schelling (37.) sowie Ahmet Caner (38.) ihr Visier schlecht eingestellt hatten, ging es trotz zahlreicher Chancen auf beiden Seiten mit einem 0:0 in die Kabine.

Doppelschlag des Favoriten

Nach dem Wechsel übernahm der Westligist das Kommando und ging in Minute 53 in Front. Manuel Honeck setzte eine Kircher-Hereingabe aus kurzer Distanz zum 1:0 in die Maschen. Nur zwei Minuten später machte Philipp Hörmann den Doppelschlag des Favoriten perfekt. Er bezwang nach einer Unachtsamkeit der DSV-Abwehr Keeper Dominik Dünser via Stange. Der Außenseiter zeigte sich aber keineswegs geschockt und versuchte gleich heranzukommen. Julian Schelling (57.)  fand aber in FCD-Goalie Dominik Seiwald, der glänzend parierte, seinen Meister. Der Titelverteidiger hingegen machte es wenig später erneut vor. Der zur Pause eingewechselte Robin Jenny sorgte in der 64. Minute – Kircher lieferte wieder die sehenswerte Vorlage – für klare Verhältnisse. Trotz diesem 3:0-Rückstand ließen die Kicker aus Haselstauden die Köpfe nicht hängen und spielten zur Freude der Zuschauer weiter nach vorne. Caner (66.) verpasste knapp und als es Julian Schelling (71.) per Kopf versuchte, lieferte Seiwald erneut eine Glanztat ab. Der Ehrentreffer des Dornbirner SV ließ zwar lange auf sich warten, doch kurz vor dem Schlusspfiff war es verdienterweise so weit. Dejan Stanojevic bugsierte das Spielgerät mittels Freistoß genau in die rechte obere Ecke. (Bericht: Günther Böhler – NEUE am Sonntag)

 

Stimmen

„Der Gegner war vor der Pause sehr bissig und wir haben uns schwer getan. Ich wusste, dass sie das Tempo nicht halten können und nach den schnellen Toren in der zweiten Halbzeit war die Partie entschieden. Wir haben unser großes Ziel erreicht und Geschichte geschrieben. Ich bin sehr glücklich.“

Peter Jakubec

„Darauf haben wir die ganze Saison hingearbeitet. Es ist ein großartiges Gefühl. Der Gegner hat sich vor allem vor der Pause sehr stark präsentiert.“

Marc Kühne

„Es ist sensationell! Es war aber ein hartes Stück Arbeit, bei dem wir am Ende mehr Kondition hatten.“

Dominik Seiwald

 

FC Mohren Dornbirn – Dornbirner SV 3:1 (0:0)
Herrenried, 1500 Zuschauer, SR Schörgenhofer

Tore: Manuel Honeck (53.), Philipp Hörmann (55.), Robin Jenny (64.) bzw. Dejan Stanojevic (89.)

Gelbe Karten: 37. Flatz (Kritik), 45. Erhart (Foul), 54. Albrich (Foul), 54. Domig (Kritik), 66. Hartmann (Foul), 87. Caner (Foul)

Einwechslungen, FC Mohren Dornbirn

46. Jenny für Özüyer, 74. Joppi für Kircher, 80. Wehinger für Allgäuer

Einwechslungen, Dornbirner SV

66. D. Schelling für Hartmann, 72. Stanojevic für Kirchmair, 79. Pereira für Streitler

FC Mohren Dornbirn: Seiwald; Mair, Heidegger, Kühne, Allgäuer; Domig; Honeck, Kircher, Hörmann; Flatz, Özüyer

Dornbirner SV: Dünser; Kirchmair, Albrich, Tsohataridis, Kovacec; Caner, Streitler, Birgfellner, Hartmann; Erhart, J. Schelling

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